Eingemachte Kurkuma-Sandwichgurken, Roastbeef Sandwich mit frischem Meerrettich und Kresse-Mayonnaise

Eigentlich hatte ich schon aufgegeben. Die letzten zwei Versuche, Gurken einzumachen waren nicht von Erfolg gekrönt. Sie waren zu weich, sie waren nicht würzig, sie waren eigentlich gar nichts, nicht einmal schön grün waren sie. Andrehen konnte ich die niemandem, schon gar nicht den Menschen, die ich mag. Nachdem sie in die hinterste Reihe der Gläser mit dem Eingemachten gerutscht waren, musste ich sie irgendwann entsorgen. Es war blamabel. Ich schob es auf den nicht vorhandenen Einkochautomaten, auf die Mondphase und auf meine Fähigkeiten. Doch das Problem war einfach nur das Rezept. Aufgeben kam irgendwie auch nicht in Frage.
Und alle Jahre wieder um diese Jahreszeit, kommen die Einlegergurken körbeweise auf den Markt. So hübsch leuchteten sie mir entgegen. Sie berührte sie sanft. Sie waren ganz fest und knackig, keine Spur weich, was auf mangelnde Frische hindeutet. Die Marktfrau schaute mich aufmunternd an. „Wieviel soll’s denn sein von den Einlegern?“, fragte sie. In diesem Moment tat mir jede einzelne Gurke leid, die in meinen Besitz übergehen könnte. Gequält blickte ich zurück. „Ich weiß nicht so recht…“.
Nochmal – Aufgeben ist keine Option. Also gut, ein Kilo. Ich packte noch ein Tütchen Senfkörner und Dillblüten dazu und schritt hoffnungsvoll weiter über den Markt.
Zuhause wälzte ich meine Einmach-Bibel (Ball – Complete Book of Home Preserving) bis ich auf eben jene Sandwich Gurken stieß. Mutig erhöhte nicht nur die Menge an Kurkuma, ich packte Perlzwiebeln und Dillblüten dazu. Bei den Senfkörnern war ich auch nicht zimperlich.
Natürlich musste ich kurz vor Ladenschluss auch noch feststellen, dass es an Essig mangelte. Ich hatte noch fünfzehn Minuten. Genug um weißen Essig zu kaufen. Der muss nämlich gar nichts Besonderes sein. Einfachster Brandwein-Weißweinessig, Hauptsache farblos (manchmal erschreckt es mich, wenn eine große Literflasche nur 39 Cent kostet). Es konnte losgehen. Bereits als ich die aufgekochte Einmachflüssigkeit probierte war mir klar – diesmal wird es ein Volltreffer! Zwei Tage bin ich um die Gurken herumgeschlichen, dann habe ich das erste Glas aufgemacht. Begeisterung. Dieser Erfolg musste gefeiert werden. Mit einem Roastbeef Sandwich. Also im Grund genommen ist es ja völlig egal, was man zu diesen Gurken dazu serviert, man kann sie auch einfach so essen, der Vorrat wird ohnehin rasant schwinden. Und weil das so ist, habe ich mir heute gleich weitere 40 (!) Einmachgläser bestellt. Und ja, ich habe einen Hang zum Exzessiven und ich bin im Gurkenrausch.

Kurkuma Gurken

Für zwei Gläser à 800 ml (Einmachgläser mit Gummiring und Klammern)

ein knappes Kilo knackfrische, feste Einlegergurken
125 ml naturbelassenes Meersalz (ohne Jod und Rieselhilfen)
10 – 15 Perlzwiebeln
insg. 3 Liter Wasser
1 ¼ L weißer Tafelessig (keine Scheu vor dem Günstigsten)
250 ml weißer Zucker
150 ml brauner Zucker
1 EL gelbe Senfkörner
1 TL schwarzer Pfeffer
1 TL Kurkumapulver
2 Dolden Dillblüten

Die Gurken längs in ca. 1 cm dicke Streifen schneiden und in eine Schüssel legen.
Das Salz mit 2 Litern Wasser mischen und über die Gurken gießen. 3 Stunden an einem nicht zu warmen Platz ziehen lassen.
Die Gurken in ein Sieb gießen, mit Wasser abspülen und abtropfen lassen. Die Salzlake wird nicht mehr benötigt.
In einem großen Topf 750 ml Wasser mit 750 ml Essig mischen und aufkochen lassen. Die Gurken und geschälten Perlzwiebeln hineingeben und etwa 6 Minuten leicht köcheln lassen. Abgießen, die Flüssigkeit wird nicht mehr gebraucht.
In dem Topf wieder 500 ml Essig mit 250 ml Wasser mischen, den Zucker und die Gewürze dazugeben, aufkochen lassen. Die Temperatur zurückschalten und etwa 5 – 7 Minuten köcheln lassen.
Den Ofen auf 170° vorheizen.
Währenddessen die Gurkenscheiben in die vorbereiteten* Einmachgläser füllen (nicht zu fest) und mit der Einmachflüssigkeit begießen (bis etwa 1 – 2 Fingerbreit unter den Rand).
Mit Gummi und Klammern verschließen.

Ein tiefes Backblech mit einer Doppellage Küchenkrepp auslegen, die Gläser daraufstellen und etwa 2 Fingerbreit hoch Wasser einfüllen.
Im Ofen einwecken. Dazu warten bis in den Gläsern kleine Bläschen aufsteigen (jetzt werden die Gurken haltbar gemacht). Sobald die Bläschen aufsteigen die Gläser noch etwa 10 Minuten im Ofen lassen, dann vorsichtig herausnehmen und auskühlen lassen.
Angebrochene Gläser im Kühlschrank aufbewahren.

Roastbeef Sandwich mit Kresse Mayonnaise und Kurkuma Gurken

Für zwei Sandwiches
4 Scheiben Sauerteigbrot
2 EL frisch gerieben Meerrettich
1 TL Senf
3 EL Mayonnaise
2 EL Kresse
6 Scheiben Kurkuma Gurken

ein paar Rucolablätter

Für ein Sandwich je 2 Scheiben Sauerteigbrot toasten und leicht auskühlen lassen. Mayonnaise mit der Kresse und dem Senf mischen und mit dieser Mischung je eine Scheibe bestreichen. Frischen Meerrettich (etwa ein TL pro Sandwich) reiben.
Die untere Scheibe großzügig mit etwa je 4 Scheiben Roastbeef belegen. 2 – 3 Sandwich Gurken darauflegen und mit Meerrettich bestreuen und einige Rucolablätter darauflegen.
Die obere Scheibe mit der Kresse-Mayonnaise daraufsetzen.

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Live und in Farbe – besucht mich auf der Taste® of München,
gewinnt 2 Premium-Tickets und kocht mit mir Okinawa Ginger Beef

Von 03. bis 06. August 2017 verwandelt sich der Englische Garten mit zahlreichen Restaurants, Bars, Master Classes und einer Showbühne zur feinsten gastronomischen Adresse Deutschlands unter freiem Himmel. Hier dreht sich alles um Genuss. Ein Fest für die Sinne.

Die international erfolgreiche Serie der Taste Festivals wurde 2004 in London aus der Taufe gehoben und findet seitdem jährlich im Londoner Regent’s Park und vielen weiteren Städten statt. Zum ersten Mal nun also auch in München. Und ich bin mit dabei. Insgesamt sechs Mal kann jeder mit mir dort in der AEG Kochschule kochen. Und zwar ein echtes Fernweh-Rezept, das ich aus Japan, genauer gesagt aus Okinawa, mitgebracht habe. „Okinawa Ginger Beef aus dem Wok“.


Wer mehr über Miso, Tamari und Sake wissen möchte, wer wissen will, warum die ältesten Menschen der Welt ausgerecht in Okinawa zu finden sind, den lade ich herzlich dazu ein. Schaut euch den Time Table an, und gebt an wann ihr dabei sein wollt, denn die Plätze sind begrenzt und müssen vorab gebucht werden. Wenn ihr es jetzt noch nicht genau sagen könnt, dann spätestens eine Woche vorher.

Und ja, ich habe riesiges Lampenfieber. Aber vielleicht geht das ja auch dem einen oder anderen Profikoch dort so. Nicht nur die Stars der AEG Taste Academy – Ludwig Maurer, Heiko Antoniewicz und Christian Mittermaier – sind am Start, sondern hier kocht wer Rang und Namen hat. Ziemlich superlativmäßig eben. Und ich und meine Bloggerkollegin Amelie sind mittendrin. Bei ihr dreht sich alles um eine süße Köstlichkeit, nämlich Ricotta-Pistazien Soufflé mit Nektarinenkompott.

Wer jetzt zwei Premium Tickets mit freiem Eintritt zum Festival, Welcome Drink, kleinem Willkommensgeschenk und einer 20€ Karte zum Freiverzehr (im Wert von je 49,00 €) gewinnen möchte, schreibt mir bis zum 23. Juli 23:59 einfach einen Kommentar unter diesen Post. Das Los wird dann entscheiden.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen und eine Barauszahlung nicht möglich.
Ich drücke euch die Daumen und freue mich auf euch!
Es wird köstlich.

 

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Salat mit gelben Tomaten, roten Johannisbeeren, Ziegenfrischkäse und Orangenvinaigrette

Ich bin ja ein Farbjunkie, ein bunter Teller bereitet mir Freude, steigert mein Verlangen und meinen Appetit. Ich werde von lila Blumenkohl und Bohnen magisch angezogen, marmorierte Auberginen erwecken sofortige Lust, sie in den Korb zu legen und wenn Kohlrabi zartrosa daherkommt, muss ich zugreifen. Und ich liebe gelbe Tomaten. Nicht dass diese nun geschmacklich wo ganz anders liegen, als die bekannten roten Tomaten, doch sie geben einen tollen Kontrast zu allem, was man ansonsten noch dazu komponiert. Leuchtend rote Johannisbeeren zum Beispiel. Und blaue Blüten vom Borretsch auf dem Balkon. Grandiose Farbkombination.
Leider kann ich vom Borretsch nicht viel mehr verwenden als die Blüten, der Rest ist bevölkert mit einer Blattlaus-Kolonie, gegen die selbst ihre Fressfeinde, die Ameisen, keine Chance haben. Ich habe sie mit einem kräftigen Sud aus Oregano und Knoblauch besprüht – angeblich können sie das nicht leiden – und das hat die Bande überhaupt nicht interessiert. Dafür roch es auf dem Balkon ein bisschen nach Pizza. Auch nicht schlecht. Ich habe mich also für eine friedliche Koexistenz entschieden und wenigstens noch etwas Lavendel daneben gepflanzt (können sie angeblich auch nicht ausstehen). Immerhin – kein weiteres Kraut wurde befallen.
Bei steigenden Temperaturen steigt auch meine Lust auf einen ausgefallenen Salat und ich war geradezu euphorisch, als ich auf dem Bauernmarkt die letzten sechs gelben Tomaten ergattern konnte. Ich war spät dran dieses Mal. Kam nicht aus den Federn. Noch erfreuter war ich, als ich auch noch eine kleine Bio-Orange bekomme. Ist ja nicht gerade Orangen-Saison, irgendwo vielleicht immer, aber wenn sie keinen weiten Weg hinter sich hat, ist mir das lieber. Die Kombination von cremigem Ziegenfrischkäse, Orangen, roten Johannisbeeren, Oregano und gelben Tomaten ist eine Wohltat für die Papillen und perfekt für einen Sommerabend. Dazu einfach ein bisschen getoastetes Baguette oder was vom Grill. Ohne einfach so, ohne weitere Beigaben. Hauptsache Sommer, nicht wahr?

Für Zwei
6 – 8 gelbe Eiertomaten (je nach Größe mehr oder weniger)
1 kleine unbehandelte Orange, davon 1 EL Schalenabrieb und der Saft einer halben Orange
etwa 4 EL gezupfte rote Johannisbeeren
2 EL kleine Oreganoblättchen
150 g Ziegenfrischkäse
4 EL Olivenöl
2 EL weißer Aceto Balsamico
Salz, frisch gemahlener Pfeffer
nach Belieben ein paar Blüten (Borretsch, Kapuzinerkresse, Kornblumen)

Die Tomaten waschen, in Scheiben schneiden und auf Tellern ausbreiten.
Den Ziegenfrischkäse in groben Stücken zerbröseln und darauf verteilen.
Aus dem Olivenöl, Essig und dem Orangensaft eine Vinaigrette anrühren und mit dem Orangenabrieb mischen. Salzen und pfeffern zum Abschmecken.
Die roten Johannisbeeren über den Salattellern verteilen und mit der Vinaigrette begießen. Die Oreganoblättchen (und nach Belieben Blütenblätter) darüber streuen.

 

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Easy Summernight Grillin‘ – Hirsch Steaks mit Minz-Zucchini
und Brombeer-Ziegenkäse Canapées [*Promotion]

Wir sind uns einig, oder? Nichts geht über ein gegrilltes Stück Fleisch an einem Sommerabend. Eine rötliche Abendsonne, ein lauer Wind der die Haut streichelt, ein Schluck kühler Rosé und ran geht es an den Grill. Dem aufmerksamen Leser mag nicht entgangen sein, dass ich überhaupt nicht im Besitz eines Grills bin. Aus Platzgründen. Ich bin jedoch mit Leidenschaft dabei, wenn es darum geht, den Grill der Anderen in Beschlag zu nehmen. Einladungen zum Grillen sind immer willkommen und ich revanchiere mich gerne mit exotischen Saucen oder Grillbeilagen. Zuhause nehme ich mit einer gusseisernen Grillpfanne vorlieb.
Als ich gefragt wurde ob ich, wenn ich denn die Wahl hätte, lieber einem Rib-Eye Steak, einer Lamm-Lende oder einem Hirsch Steak den Vorzug gäbe, fiel mir die Wahl nicht leicht. Rib-Eye kennen wir ja alle, passt perfekt mit einer Chimichurri Sauce. Lamm ist ebenso willkommen, doch der Hirsch ist bisher noch nie auf dem Grill gelandet. Zeit also, dies zu ändern. Hirsch aus Neuseeland ist populär, denn Weiden haben sie dort schier endlos. Sein Fleisch ist mager und zart, und wer jetzt gleich an einen strengen Wildgeschmack denkt, der darf ruhig aufatmen. Nichts, nicht einmal ansatzweise. Erinnert mich ein wenig daran, als Straußenfleisch bekannt wurde. Da hat auch jeder einem erzählt, es schmecke wie Rind. So ein bisschen ist das auch mit diesem Hirsch Steak. Zart und vor allem fettarm.
Man kauft es bequem gefroren und hat es dann parat, wenn der Sommerabend lockt.
Dazu wollte ich ein paar gegrillte und „geminzte“ Zucchinischeiben. Die und die karamellisierten Brombeeren sind die perfekte Ergänzung zu meinen Hirsch Steaks.
Und natürlich hoffe ich jetzt darauf, dass all meine Freunde mit den tollen Grills im Garten hellhörig werden. Leute, ich wäre so was von bereit dafür! Es kommen noch famose Sommerabende….

Für Zwei
2 Hirsch Steaks à 110g (1 Packung „Silver Fern Farm Hirsch Steak“)
je 1 gelbe & 1 grüne Zucchini
1 Beutel Pfefferminztee
2 Zweige frische Minze
3 EL Öl
Salzflocken, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

10 Brombeeren
½ TL Balsamico Essig
½ TL Zucker
Salz

Baguette
Ziegenfrischkäse

1. Das Fleisch aus dem Kühlschrank nehmen und auf Zimmertemperatur bringen.
2. Die Zucchini der Länge nach in ca. 3mm dicke Scheiben hobeln. Etwas salzen und kurz ziehen lassen.
3. Die Brombeeren halbieren und in einer kleinen Pfanne mit dem Zucker und dem Balsamico ca. 2 Minuten karamellisieren lassen. Pfeffern und beiseite stellen.
4. Den Grill oder optional eine Grillpfanne erhitzen. Die Steaks mit Öl bestreichen und von jeder Seite bei hoher Hitze 2 Minuten grillen. Salzen, pfeffern und warmstellen zum Nachziehen.
Ebenso die Zucchinistreifen grillen und mit der getrockneten Pfefferminze aus dem Teebeutel bestreuen. Leicht salzen. Die frischen Minzblätter grob hacken und drüberstreuen.

5. Das Baguette in Scheiben schneiden und mit dem Ziegenfrischkäse bestreichen. Mit einem Esslöffel die karamellisierten Brombeeren draufgeben. Pfeffern.

Das Fleisch in Scheiben schneiden und sofort servieren.

*Promotion: Dieser Beitrag wird unterstützt von Silver Fern Farms  aus Neuseeland. Auf die Rezeptentwicklung wurde keinerlei Einfluss genommen.

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Kräutereis nach einer Inspiration aus dem Bregenzerwald

Yes! Die nächste Hitzewelle ist über uns hereingebrochen, drückend ist es, ein Eis geht da eigentlich immer. Kaum hangelt sich das Quecksilber an die 30 ° Marke hoch, werden die schon wieder lauter, denen es mit dem Wetter eh nie recht ist. Der eine will es kühler, den anderen fehlt das Meer, angesichts der Hitze und der Rest muss sich halt irgendwie arrangieren. Mit Eis essen zum Beispiel.
Bekannt ist ja, dass gerade die, die unter extremer Hitze leiden, sich an solchen Tagen eher heißen Tee gönnen, als ein Eis. Gut, wir sind ja nicht in der Wüste.
Dieses Kräutereis hatte ich ja versprochen, nachdem ich im Bregenzerwald ein solches gekostet hatte. Da war alles Mögliche drin. Dill, Verbena, Laabkraut… es war ein umwerfend gutes Eis. Nicht zu süß und schön cremig.
Da ich mein Hochbeet rein auf Kräuter umgestellt habe, bin ich fein raus. Ich zupfe einfach von allem etwas, nur Basilikum, das lasse ich weg, das ist so dominant, und will immer den Vortritt, was den Geschmack angeht. Das Eisenkraut (Verbena) hat sich üppig ausgebreitet und wenn es nicht geerntet wird, um mit heißem Wasser übergossen zu werden – ein herrlicher Drink für heiße Tage – dann ist das auf jeden Fall mit dabei. Dill habe ich nicht, dafür schießt der Bronze-Fenchel gerade so richtig in die Höhe. Alle Jahre wieder wird der Salbei im Frühling komplett runtergeschnitten und entwickelt sich dann im Laufe des Frühlings prächtig. Die Zitronenmelisse ist ja ohnehin ein invasives Gewächs und kommt auf jeden Fall mit dazu. Noch gibt es auch ein bisschen Waldmeister, warum also nicht?
Eine Stunde dauert es, bis meine Eismaschine fertig ist und dann ist der Moment gekommen wo ich mir den ersten Löffel Eis in den Mund schieben kann. Es ist wunderbar dieses Eis. Und wer hat, der gibt noch ein paar Walderdbeeren dazu, ansonsten einfach pur genießen.

Für 1 Liter Eis
450 ml Vollmilch
1 EL Speisestärke
50 g Frischkäse
eine Prise Meersalz
300 g Sahne
150 g Zucker
eine gute Handvoll frisch gezupfte Kräuter (Verbenablätter, Salbei, Petersilie, Drachenkopf, Waldmeister, Pimpernelle, Zitronenmelisse, Minze), grob gehackt

In einer kleinen Schüssel die Stärke mit 2 EL Milch glattrühren.
Den Frischkäse mit dem Salz verrühren.

Die Milch mit der Sahne und dem Zucker aufkochen. Vom Herd nehmen und die Stärkemischung unterrühren. Nochmal aufkochen lassen, bis die Masse leicht andickt. Den Frischkäse unterrühren und ein wenig auskühlen lassen.
Die Kräuter zusammen mit der Mischung in einen Standmixer geben und gut pürieren.
Vollständig auskühlen lassen (geht auch gut wenn man eine Schüssel in Eiswasser stellt).
In der Eismaschine frieren lassen umfüllen und mit Pergamentpapier abdecken, und danach nochmal etwa 3 Stunden im Tiefkühler fest werden lassen.

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Fried Onion Cheese-Burger mit Bourbon-Onion Sauce, Rauchmandel-Pesto und Cole Slaw [*Promotion]

Die Kollegin erzählt entzückt, dass sie zum Auftakt des Wochenendes mit ihrem Freund einen dieser angesagten Burgerläden besuchen wolle. Sie freue sich schon, denn die Burger dort seien gigantisch. Meine Liebe zu richtig guten Burgern ist seit den 80’er Jahren ungebrochen. Wohlgemerkt liegt hier Betonung auf „richtig gut“, was soviel heißen soll wie selbst und mit Liebe gemacht. Und vor allem heißt es eines – kein zähes dünnes Fleisch Patty drin, sondern ordentlich Fleisch. Und bitte genau so wie ihn Vincent Vega in dem Film Pulp Fiction bestellt – innen noch schön rosa mit Tendenz zu leicht roh. Das allein schließt eine zu geringe Menge an Fleisch einfach aus. Über den amerikanischen Quarter Pounder kann ich da nur lachen. Was ist denn ein Quarter Pound nach dem imperialen System? Genau, das sind nämlich lediglich 113 Gramm. Seien wir also großzügig. 175 Gramm pro Person dürfen das schon sein, bei einem richtig strammen Burger. Ich mag’s ja gerne, wenn da noch eine Scheibe Käse drauf schmilzt und ganz besonders, wenn der Burger zusätzliche Extras bietet. Wie diese hinreißenden Onion Rings zum Beispiel. Da mache ich mir dann gerne auch mal ein bisschen mehr Arbeit. Bei der Sauce hingegen, greife ich auch mal zu einer fertigen Sauce. Gut passt hier die Onion Sauce von Thomy ®, die bekommt jedoch noch einen Schuss Bourbon und ist die Geheimwaffe in meinem Burger.
Die leichte Bourbon Note schmiegt sich dann umso besser an das Pesto, für das ich Rauchmandeln verwendet habe. Zusammen gibt das einen umwerfenden Burger.
Am Montag höre ich mir dann ganz gelassen die Geschichten aus dem Burger Restaurant an, wohl wissend, dass wenig meinen Burger, serviert mit einem eiskalten Bier auf der Terrasse noch toppen kann. Aber sie kann es ja mal versuchen…

Für Vier

Burger Patties
700 g Rinderhack (idealerweise mit ca. 20% Fettanteil)
1 EL getrockneter Oregano (oder getr. italienische Kräuter)
1 TL Senf
Salz, Pfeffer
4 quadratische Scheiben Emmentaler

Fried Onion Rings
2 große Gemüsezwiebeln
2 Eier
100 ml Sahne
100 g Mehl
1 TL Backpulver
100 g Bio Semmelbrösel
Öl zum Frittieren

Bourbon-Onion Sauce
100 ml Onion Sauce (Thomy®)
2 EL Bourbon Whisky

Rauchmandel Pesto
100 g gesalzene Rauchmandeln
1 Bund Petersilie
4 Zweige Koriander
60 ml Olivenöl

Cole Slaw
1 kleiner Spitzkohl
1 kleiner Rotkohl
1 TL Salz
1 TL Zucker
5 EL Mayonnaise (Thomy®)
2 EL Weißweinessig

Marinierte Gurke
2 kleine Gurken
eine Prise Salz
zwei Prisen Zucker
1 TL Essig

außerdem
eine Handvoll Rucolablätter
4 flache Dinkel Brötchen

Für das Rauchmandel-Pesto die Mandeln zusammen mit den Kräutern, Petersilie gezupft, Koriander mit Stielen zusammen mit dem Olivenöl in einen Mixer geben und pürieren. (Überschüssiges Pesto in ein Einmachglas geben und mit einer Schicht Olivenöl begießen, hält etwa 3 Wochen)

Für die Bourbon-Onion Sauce die Onion Sauce mit dem Bourbon (gut schmeckt auf torfiger Malt Whisky) glattrühren.

Für die marinierten Gurken die Gurken waschen und mit dem Sparschäler immer wieder der Länge nach Späne abziehen. In eine Schüssel geben und mit dem Zucker, Salz und Essig mischen und etwa 30 Minuten bei Zimmertemperatur marinieren lassen.

Für den Cole Slaw beide Kohlköpfe waschen, die äußeren Blätter entfernen, vierteln und den Strunk herausschneiden. In sehr feine Streifen schneiden. In eine Schüssel geben, Salz und Zucker dazugeben und mit den Händen gut einmassieren. Eine Stunde stehen lassen. Das Salz ausspülen und abtropfen lassen. Aus der Mayonnaise und dem Essig eine Sauce anrühren und unter den Cole Slaw mischen. Kaltstellen.

Für die Burger das Rinderhack in einer Schüssel mit dem Oregano, Senf, Salz und ordentlich frisch gemahlenem Pfeffer mischen und 4 Kugeln daraus formen. Die Kugeln flach drücken und auf einen Teller legen.

Den Ofen aus 100° vorheizen

In einem sehr kleinen Topf 2 Fingerbreit Öl zum Frittieren einfüllen.
Die Gemüsezwiebeln schälen und in ca. 0,7-10 mm breite Scheiben schneiden. Die Ringe trennen.
Das Ei mit der Sahne verkleppern.
Zuerst das Mehl mit dem Backpulver mischen und in eine möglichst flache Schüssel oder auf einen Teller geben. Die Semmelbrösel auf einen zweiten Teller geben.
Die Zwiebeln nun zuerst im Mehl wenden, durch die Ei-Sahne Mischung ziehen, wieder durch das Mehl ziehen, nochmals durch die Ei-Sahne und abschließend durch die Semmelbrösel. Auf einem separaten Teller beiseite stellen.
Das Öl erhitzen und die Zwiebelringe etwa 2 – 3 Minuten darin einzeln goldgelb frittieren. Auf einem mit Küchenkrepp ausgelegten Teller abtropfen lassen. Danach im Ofen warm halten.

Die Burger Patties in ca. 2 El Öl in einer Pfanne von jeder Seite 2 Minuten anbraten, mit einer Scheibe Emmentaler belegen. Anschließend ebenfalls in den Ofen schieben für ca. 6- 8 Minuten zum Nachziehen lassen. Dann sind sie schön rosa.

Die Brötchen halbieren und die untere Hälfte mit dem Rauchmandel-Pesto bestreichen und mit einigen Rucola Blättern belegen.
Das Fleisch daraufsetzen.
2 – 3 Zwiebelringe darauflegen und mit der Bourbon-Onion Sauce großzügig bestreichen.
Zuletzt einige abgetropfte Gurkenscheiben darauflegen, den Deckel aufsetzen und mit dem Cole Slaw und einem eiskalten Bier servieren.

Cheers!

Mehr Info zum Thema Burger gibt es auch hier!

Hinweis: Dieser Beitrag wurde unterstützt von Thomy®. Auf Rezept und Beitrag wurde kein Einfluss genommen. 

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