17. Juli 2021

Kartoffelsalat mit Kimchi

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Nur Mut - dieser Kartoffelsalat ist ein Knaller!

Ich habe mir versucht vorzustellen, ob es sich in Korea mit dem Kartoffelsalat wohl ähnlich verhält wie hier in Deutschland, wo die eine Hälfte des Landes auf Brühe schwört und die andere der Mayonnaise den Vorzug gibt. Die eine Hälfte haut Kimchi rein, während die andere dieses kategorisch ablehnt? So rein grundsätzlich spielen Kartoffeln in Korea ja kulinarisch eine eher untergeordnete Rolle. Die Knolle ist dort bei weitem nicht so populär wie bei uns. Vermutlich streiten die sich auch nicht bei den Vorbereitungen des nächsten Grillfests, wer den Kartoffelsalat mitbringt. Die Kombination von Kimchi, dem scharfen, fermentierten Chinakohl und der Kartoffel ist allerdings magisch. Ganz so, als stamme dieser Salat aus dem Repertoire der klassischsten Gerichte des Landes. Die Kartoffel liebt Fermentiertes. Nicht umsonst servieren wir hier zum Sauerkraut immer gerne Kartoffeln.
Das Zweifellos Spannendste an diesem Salat ist die gänzliche Abwesenheit von Fett. Kein Öl, keine fettige Brühe, nichts. Was dieses Salätchen zum absoluten Liebling der figurbewussten Kartoffelsalatfreunde machen sollte. Und nein, Fett fehlt hier auch nicht. Zum Ausgleich gibt es hier richtig viel Geschmack. Schärfe, Säure, Umami – einfach alles, was das Herz begehrt. Vor zwei Wochen hatte ich mal wieder ein großes Glas Kimchi angesetzt, in einer eher fruchtigen Variante mit Apfel und Rettich, allerdings mit einer größeren Menge Knoblauch. Das mit dem Knoblauch ist so eine Leidenschaft, der ich fröne, seit ich im Homeoffice arbeite. Einfach mittags mal ein bisschen Reis mit Butter und gehacktem Kimchi dazu, ist eines meiner liebsten Lunch-Gerichte. Aber so lange noch Kimchi da ist, werde ich auch diesen Salat noch öfter machen. Er macht so schön zufrieden.

 

Kartoffelsalat mit Kimchi und Meerrettich

Für Zwei bis Drei

700g kleine Kartoffeln (Drillinge)
4 EL Kimchi (selbstgemacht ist natürlich am besten – Rezept dazu gibt es hier)
2 EL frisch geriebener Meerrettich (wer keinen Frischen bekommt – im Kühlregal findet man ihn auch im Gläschen)
1 kleine rote Zwiebel, in feine Scheiben geschnitten
2 – 3 EL grob gehackter Koriander
Meersalz

Dressing:
1  EL brauner Zucker
4 – 5 EL frisch gepresster Limettensaft
1 – 2 TL Fischsauce
1 TL Gochujang (koreanische Paste aus dem Asialaden, alternativ eine milde Peperoni feinhacken)
1, 5 EL Kimchi
2 Zehen Knoblauch, feingehackt
2 EL Wasser

Die Zutaten für das Dressing in einen Blitzhacker geben und pürieren. Die Sauce abschmecken und nach Bedarf mit etwas Fischsauce oder Limettensaft nachwürzen.

Die Kartoffel in Salzwasser garen und abschütten. Die Größeren halbieren. Die Schale weitgehend dranlassen, dunkle Stellen aber wegschneiden. Die Kartoffeln bis auf lauwarm abkühlen lassen und in eine Schüssel geben. Mit dem Meerrettich, grob geschnittenem Kimchi und den Zwiebelscheiben vermischen. Das Dressing über die Kartoffeln gießen und umrühren. Mindestens 15 Minuten ziehen lassen. Zuletzt den Koriander untermischen.

Varianten: wer mag, kann die rote Zwiebel zuvor auch in einer Zucker-Essig-Salz-Wasser-Mischung für ein paar Stunden einlegen. Und wer zusätzlichen „Crunch“ möchte, schneidet noch feine Scheiben vom Stangensellerie in den Salat.

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