10. September 2012

Sprachübungen für Genießer – Lachs-Ceviche mit Avocado und rosa Grapefruit

Rezepte, Rezeptart, Länderküche, Sommer, aus Meer und Fluß, nach Saison, Salat und Vorspeisen, peruanisch | 1 Kommentar

Mal davon abgesehen, dass vermutlich die wenigsten mit dem Begriff “Ceviche” etwas anfangen können (ok, echte Foodies natürlich ausgeschlossen) musste auch ich vor etwa zwei Jahren noch danach googeln, wie man es erstens überhaupt richtig ausspricht und zweitens, was sich dahinter eigentlich verbirgt. Wer also Freude an der Lautsprache hat, der spreche mir jetzt nach  – [sevitʃe]!

Ist doch eigentlich ganz einfach.

In Südamerika ist man da natürlich weiter, denn dort befindet sich die Heimat der Ceviche. Das Raffinierte daran ist, dass der verwendete frische Fisch quasi kalt gegart wird. Das funktioniert mit Zitronen- oder Limettensaft, der ähnlich wie das Kochen, einen erheblichen Einfluss auf das Eiweiß im Fisch hat. Fünfzehn Minuten reichen aus, um den Fisch zu garen, wobei eben keine Hitze verwendet wird, sondern die Macht der Zitrone. Lange Zeit bin ich da drum herum geschlichen. Sushi ist ja was Feines, aber mit rohem Fisch kann nun mal nicht jeder. Außerdem schmeckt er in dieser Kombination besonders gut, wenn es wirklich warm ist. Und noch beschert der Spätsommer uns ja ein paar ganz unglaublich schöne Tage. Und da es in München dank der wundervollen Fischgeschäfte auf dem Viktualienmarkt kein Problem ist, richtig guten frischen Fisch zu bekommen, stand der also am Wochenende auf der Speisekarte. Frisches Weißbrot dazu und prickelnden Weißwein. Die Augen schließen und sich einfach nur wünschen, dass der Sommer doch noch ein bisschen andauern möge.

 

Für Vier

400 g frischen Lachs

3 Limetten

2 – 3 EL Olivenöl

1 rosa Grapefruit

2 reife Avocados

2 grüne Pepperoni

3 Frühlingszwiebeln, nur das Weiße in feine Ringe geschnitten

Etwas Rucola oder Wildkräutersalat

1 Bund Koriander

Salz, Pfeffer, etwas Chili für alle Freunde der Schärfe

 

Den Lachs von der Haut befreien, sofern dies nicht bereits der freundliche Fischhändler für euch erledigt hat. In dünne Scheiben schneiden. Die Grapefruit über einer Schüssel filetieren und dabei den Saft auffangen. Die Limetten auspressen. Ein Drittel des Limettensafts mit dem Grapefruitsaft und dem Olivenöl für das Dressing mischen. Die Avocados ebenfalls in Scheiben schneiden, kräftig salzen und pfeffern und mit dem Dressing vermischen. Die Lachsscheiben mit der fein gehackten Pepperoni und den Frühlingszwiebeln in eine Schüssel geben, salzen und pfeffern und mit dem restlichen Limettensaft übergießen. Nach etwa 10 min ist der Fisch hell.

Mit der Avocado-Grapefruitmischung und dem fein gehackten Koriander auf einem Rucola-Nest oder Wildkräuternest anrichten, mit Chili bei Bedarf garnieren und mit frischen Weißbrot servieren.

Wir hatten dazu einen würzig-frischen gelben Muskateller.

1 Kommentar

  1. Jasmin Leheta

    Vorkoster Nr. 1 kann bestätigen: Eine Offenbarung! Ruhig öfter mal rohen Fisch essen, denn der riecht nicht im Gegensatz zum gegarten, hat garantiert keine Gräten und ist auch viel zarter und neutraler im Mund.

    Antworten

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