16. September 2012

O’zapft is mit Rotkohl-Focaccia mit roten Zwiebeln und blau-schwarzem Malvensalz

Rezepte, Rezeptart, Sommer, nach Saison, Herbst, Winter, auf's Brot | 3 Kommentare

O’zapft? Heute schon? Ist sie jetzt von Sinnen? Die Wiesn beginnt doch erst in sechs Tagen…Beileibe nein, das bin ich nicht, denn heute wurde offiziell das Oktoberfestbier 2012 der Augustiner Brauerei ausgeschenkt. Zünftig im Dirndl mit Blasmusik saßen wir Punkt Zwölf im Augustiner Keller und warteten sehnsüchtig auf die erste frisch gezapfte Halbe. Halbe ist was für Weicheier, die sich noch nicht an die Maß rantrauen. Spätestens in einer Woche muss also das Tempo und die Menge nochmal deutlich gesteigert werden.

Köstlich war‘s! Draußen lachte endlich mal wieder nach Tagen Sonne und wir wussten nicht Besseres, als uns in diesen Keller zu verkriechen. Das nimmt man schon mal in Kauf für das erste Festbier der Saison. Und so ein Bier macht Lust auf was Herzhaftes. Und weil ich gestern schon aus lauter Neugier meine verbliebenen Malvenblüten mit Salz im Möser zu einem abgefahrenen lila Pülverchen verrieben habe, musste heute der Rest auch in lila schwelgen.

Eigentlich hätte ich dieses Gericht auch lila Zwiebelkuchen nennen können oder Flammkuchen – lila inspiriert. Mit Sahnequark, rosa Basilikumblüten, Speck (kann auch weggelassen werden), kräftigem Greyerzer und roten Zwiebeln ist dieses Gericht, wenn man mal von der Ruhezeit des Teigs absieht, in einer halben Stunde fertig und schmeckt himmlisch. Muss ja nicht alles immer bayerisch sein, was man zum Bier isst. Zum Wohlsein!

Für Zwei

Malvensalz

20 g getrocknete Blätter der schwarzen oder blauen Malve (gibt es im Kräuterladen oder der Apotheke)

2 TL Salz

 

Rotkohl-Focaccia

300 g Dinkelmehl (plus etwas mehr zum Ausrollen)

1 EL Olivenöl

1 TL Malvensalz

20 g Hefe

200 ml Wasser

50 g fein geschnittener Rotkohl

75 g fein gewürfelter Räucherspeck

50 g Greyerzer Käse, grob gerieben

150 g Sahnequark

1 mittlere rote Zwiebel, fein gehackt

Malvensalz, Pfeffer

Schnittlauch, in feine Röllchen geschnitten

Basilikumblüten, wenn‘s beliebt

 

Für das Salz die Blütenblätter von den hellen Ansätzen abzupfen und im Möser fein zermahlen. Mit dem Salz mischen.

Für den Teig das Mehl mit der zerbröselten Hefe, dem Öl und dem Wasser mischen und zu einem elastischen Teig kneten. Mindestens eine Stunde gehen lassen. Den Speck zusammen mit der Zwiebel kurz in der Pfanne angehen lassen und leicht bräunen. Vom Herd nehmen  und auskühlen lassen. Den Teig ausrollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Nochmal etwa 20 min ruhen lassen.  Den Backofen auf 240° vorheizen. Den Sahnequark mit Malvensalz glattrühren und auf den Teig streichen. Den Speck und die Zwiebeln zusammen mit dem Rotkohl darauf verteilen und mit dem Käse bestreuen. Etwa 15 – 20 min backen. Zum Schluss etwas Pfeffer drüber und die Schnittlauchröllchen. Und natürlich die zartrosa Miniblüten.

 

3 Kommentare

  1. Ooooo wie lecker ist das denn? Schaut super aus!
    lg betti

    Antworten
  2. Waaaahhh, sieht das toll aus! Das Rezept habe ich mir direkt abgespeichert und werde es sicherlich mal ausprobieren!

    Liebe Grüße

    Nina

    Antworten
    • Lieben Dank, Nina. Hat auch echt Spaß gemacht das zuzubereiten. Allerdings wurde die Meinung geäußert, dass der Teig noch bisschen mehr Salz, als im Rezept angegeben, vertragen könnte.
      Herzliche Grüße
      Claudia

      Antworten

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