8. September 2014

Seidige Maiscremesuppe mit Walnuss-Koriander-Zitronen Pesto

Zutaten, Zitronen, Rezepte, Länderküche, italienisch, Sommer, nach Saison, Herbst, Salat und Vorspeisen | 12 Kommentare

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Die meisten unter uns kennen Mais in Form von Popcorn oder aus der Dose. Unsere italienischen Nachbarn nutzen den Mais gerne in Form von Mehl, weil er so schön stärkehaltig ist und somit gut für die Nudeln. In frischer Form fristet er hierzulande ein eher unterrepräsentiertes Dasein. Jetzt, zu dieser spätsommerlichen Zeit gibt es Zuckermais überall auf dem Markt. Allerdings ist die Vielfalt bescheiden, genauer gesagt nicht vorhanden. Wer die vielen Varianten aus Südamerika kennt, der kann hier nur milde lächeln.

Das Abnagen der Körner vom Kolben empfand ich dabei schon immer als unelegante Art und Weise, sich diesem eigentlich köstlichen Gewächs aus der Familie der Süßgräser zu nähern.

Und was, wenn Abnagen generell nicht möglich ist? Wenn Kauen und Beißen ein Problem ist? Wir verdrängen dies gerne, solange wir nicht mit dieser Einschränkung konfrontiert sind. Meine geschätzte Bloggerkollegin Claudia widmet sich auf ihrem Blog „Geschmeidige Köstlichkeiten“ diesem Thema. Selbst leidvoll davon betroffen, wollte sie ihre Erfahrungen mit anderen Menschen teilen und zeigen, dass Genuss und cremige Konsistenz kein Widerspruch sind. Und schon gar kein unüberwindbares Hindernis in der Küche.

Natürlich bietet auch Nichtbetroffenen ihr Blog ein wunderbares Spektrum an feinen Gerichten, die es wert sind entdeckt zu werden. Es macht Freude, gibt Mut und Kraft wenn ich lese, wie die Autorin darum gekämpft hat, ihre Lust und Leidenschaft für gutes Essen nicht zu verlieren.

Und geben wir’s doch zu – so manches „Soulfood“ ist nur deshalb so seelenschmeichelnd, weil es weich ist. Mistwetter und eine Schale Milchreis auf dem Sofa sind einfach füreinander geschaffen.

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Nun sind also wir alle, die wir hier bloggen aufgerufen, sie in der Vielfalt an sanften und geschmeidigen Rezepten zu unterstützen. Und damit sind wir dann auch wieder beim Mais. Eine cremige Suppe aus frischem Mais steht schon lange auf meiner Liste. Und weil es gerne auch auch ein bisschen raffiniert sein darf, gibt es sie heute mit einem zitronigen Walnuss-Koriander Pesto.

Für Zwei

für die Suppe

2 frische Maiskolben
1 kleine Zwiebel
1 EL Olivenöl
1 Stange Sellerie
700 ml Gemüsebrühe (möglichst klar)
1 Lorbeerblatt
Salz
2 EL Walnuss Koriander Zitronen Pesto
 

für das Pesto
1 Bund Koriander
10 Walnusskernhälfen
1 kleine Knoblauchzehe
Zesten einer Zitrone (oder abgeriebene Schale)
4 – 5 EL Olivenöl
1 TL Pistazienöl
Fleur du Sel
Für das Pesto den Koriander waschen und trocken schütteln. Die Stiele abschneiden und die Blätter in einen Mörser oder Blitzhacker geben. Die Walnusskerne, die Knoblauchzehe und die Zitronen Zesten dazu geben. Beide Öle zugeben und pürieren. Zum Schluss mit einer Prise Fleur du Sel abschmecken.

Für die Suppe die Maiskolben der Länge nach die Körner mit einem großen Messer abschneiden. Die Zwiebel und den Sellerie fein hacken. In einem Topf das Olivenöl erhitzen und die Maiskörner mit der Zwiebel und dem Sellerie kräftig andünsten, so dass es ein wenig nach Pop Corn riecht. Nun mit der Gemüsebrühe auffüllen, das Lorbeerblatt dazugeben und etwa 20 Min sanft köcheln lassen.  Ein paar der Maiskörner aus der Suppe schöpfen für die spätere Dekoration. Anschließend pürieren. Wer die Suppe noch seidiger haben möchte, der streicht sie noch durch ein Sieb.

Mit Salz abschmecken.

Die Suppe mit jeweils einem Esslöffel des Pestos und ein paar Maiskörnern (optional) servieren.

 

 

12 Kommentare

  1. Habe um Mais immer einen großen Fastfood-Bogen geschlagen. Aber Text und Rezept bringen mich dazu, frische Kolben zu kaufen. Schöne klare Fotos!

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  2. Die Nüsse im Mixer sehen geil aus 🙂

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  3. Oh die hört sich sehr lecker an…

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  4. Ich bin zugegebenermaßen kein großer Mais-Fan, aber mit dieser herrlichen Suppe (und den sehr schönen Fotos) könntest Du mich rumkriegen – zumal das Thema des Events so wichtig ist, finde ich toll!

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    • Das freut mich gleich doppelt, liebe Claudia
      (dass ich Dich für Mais begeistern kann und natürlich das Lob von einer so großartigen Fotografin, wie Du es bist)

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  5. Hey, das sieht lecker aus – muss ich mal ausprobieren! Allerdings: Ich gehöre zu der Hälfte (oder sind es mehr als die Hälfte?) der Menschen, die Koriandergrün als „pfui-bah-igitt“ empfinden. Da muss ich im Pesto Ersatz für finden, mal sehen, vielleicht Thai-Basilikum . . .
    Viele Grüße,
    Kai

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    • Hallo Kai, ich habe auch schon mit Salbei und Petersilie experimentiert und war recht angetan. Aber Thai Basilikum könnte auch gut passen.
      Viele Grüße
      Claudia

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      • Jep, werde ich mal testen.

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  6. Liebe Claudia, wie immer soooooooooooo wunderschöne Fotos!
    Ich bedanke mich ganz besonders für den tollen Text zu meinem speziellen Thema. Das Rezept ist perfekt für meine Bedürfnisse und auch geschmacklich wirklich interesssant.
    Ganz liebe Grüße aus Salzburg, Claudia

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    • Sehr gerne liebe Namensschwester.
      Dein Blog ist eine große Inspiration.
      herzliche Grüße aus München,
      Claudia

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  7. Sehr lecker liest sich dein Rezept und die Bilder dazu sind auch schön! Tolle Farben!
    LG, Reni

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    • Dankeschön, Reni.
      Ich merke, dass ich bei den Farben schon ziemlich „herbstig“ werde.

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