26. Juni 2021

Nudeln mit frischer Erbsensauce, Pfifferlingen und Kärntner Speck

Rezepte, Rezeptart, Sommer, nach Saison, Pasta | 0 Kommentare

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„everything’s better with bacon“ – auf der Suche, woher dieser Satz eigentlich stammt, bin ich auf Kochbücher, Musikbands, T-Shirts und diverse Rezeptsammlungen gestoßen. Nicht, dass es eigentlich einer Überprüfung dieser These bedürfe, denn wir wissen schließlich alle, dass (fast) alles mit Speck besser schmeckt. Vor allem wenn Nudeln im Spiel sind. In Sachen Speck bin ich verwöhnt. Ich bin mit dem allerbesten Speck meiner Tante aufgewachsen, die ihn selbst räucherte. Speck von Schweinen, die sie selbst gefüttert und aufgezogen hatte. Der Speck erzählt dir dann die Geschichte, wie dieses Schwein gelebt und ob es gut genährt wurde. Im Speck liegt die Wahrheit.
In der Markthalle in Palma di Mallorca kaufte ich mir mal 50 g sündhaft teuren Speck vom Eichelschwein und schaffte es damit gerade mal bis zu den Treppen vor der Markthalle. Ich setzte mich auf die Stufen, wickelte den warmen Speck aus seinem Papier, das Fett glitzerte und ich ließ die Scheiben einfach so auf meiner Zunge zergehen. Die Nachmittagssonne schien mir ins Gesicht, ich schloss die Augen und schwebte durch mein inneres Speck-Universum. Alles um mich herum versank.
Und so war ich natürlich sehr neugierig, als vor zwei Tagen ein Genusspaket aus Österreich hier eintraf, mit dem ich mich schon kulinarisch auf meine bevorstehende Reise einstimmen sollte. Aus jedem der neun Bundesländer gab es etwas Feines. Bergkäsesuppe, Fichtenspitzen Honig, Blütentee, Marmelade, Chillipaste, Käse, ein Linzer Törtchen und eben Speck aus Kärnten. Dieser Speck ist also mein Wegweiser für meine Reise ins schöne Kärnten. Und ich bin gespannt, welche Geschichte er mir wohl erzählen wird. Bevor ich ihn probiere, lasse ich ihm genug Zeit auf Zimmertemperatur zu kommen. Ich schneide eine dünne Scheibe ab und erschnuppere ihn erst einmal. Nicht zu viele Raucharomen und eine zarte Note von Kräutern. Dann probiere ich ihn. Er schmeckt frisch und blumig und ist dabei voller Würze. Er hat eine angenehme Salznote, die mehr flüstert, als dass sie mich anschreit. Und er erzählt von frischer Luft und Kartoffeln. Jetzt dreht sie völlig durch, mag man an dieser Stelle denken. Keine Sorge, es geht mir gut. Mein erster Gedanke geht in Richtung frische Erbsen, die gut dazu passen könnten. Dabei denke ich an eine sensationelle Sauce aus frischen Erbsen zu Nudeln, die ich vor kurzem in den Marken in Italien gegessen habe. Genau so etwas will ich. Und noch ein paar Pfifferlinge dazu, denn die gibt es auf dem Viktualienmarkt gerade in Hülle und Fülle.

Nudeln mit frischer Erbsensauce, Pfifferlingen und Kärntner Speck

Für Zwei

250 g frische, gepalte Erbsen
½ TL Butter
½ Bund Minze
2 EL Noilly Prat oder Weißwein
100 g Crème fraîche
1 EL Olivenöl
100 ml Gemüsebrühe
Meersalz
80 g möglichst kleine Pfifferlinge
1 kleine Schalotte, fein gewürfelt
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
100 g Speck (geräucherter Bauchspeck aus Kärnten in Österreich), gewürfelt
40 g Haselnüsse, grob gehackt und in der Pfanne ohne Fett geröstet

Die Speckwürfel in einer beschichteten Pfanne auslassen und knusprig braten. Anschließend den Speck aus der Pfanne nehmen, dabei das Fett in der Pfanne lassen. Den Speck beiseitestellen.
Die Pfifferlinge mit einer Pilzbürste oder einen Stück Küchenkrepp säubern, putzen und die Größeren halbieren. Zusammen mit den Schalottenwürfeln und der Butter in die Pfanne geben und darin etwa 4 – 5 Minuten bei mittlerer Hitze dünsten. Mit einer Prise Salz und etwas Pfeffer bestreuen. Die Pilze aus der Pfanne nehmen und wieder das Fett in der Pfanne lassen.
Die Erbsen in die Pfanne geben und bei mittlerer Temperatur andünsten. Mit dem Noilly Prat ablöschen und bei geschlossenem Deckel einige Minuten weiterdünsten. In der Zwischenzeit die Minzblätter zupfen und grob hacken. Die Minze dazugeben und noch eine Minute mitdünsten.
Die Crème fraîche unterrühren.
Den Pfanneninhalt in einen Mixer geben und glatt pürieren, dabei immer wieder ein wenig Brühe dazugeben bis die Sauce glatt und dickflüssig ist. Mit Salz abschmecken.
Die Nudeln nach Packungsanweisung kochen.
Die fertig gekochten und abgeseihten Nudeln zurück in den Topf geben und mit der Erbsensauce mischen.
Auf Tellern verteilen und mit Speck, Pfifferlingen und Haselnüssen bestreuen.

Passt gut dazu: Ried Rosengartel 1 ÖTW Wiener Gemischter Satz DAC 2019 von Wieninger

Hinweis: Das Genusspaket und die kommende Reise nach Kärnten sind Teil einer Kooperation „Kulinarisches Österreich“.

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