1. Mai 2021

Japanische Auberginen mit Chili, Knoblauch und Limette (vegan)

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Es gab Japanische Auberginen. Im Supermarkt. Eigentlich kaufe ich ja mein Gemüse auf dem Markt. Aber manchmal mache ich da eine Ausnahme. Nicht, dass diese Auberginen tatsächlich aus Japan kämen, das nun wieder nicht, sie kommen aus Spanien, aber man bekommt sie nur selten. Die langen dünnen Auberginen sind perfekt zum Rösten. Man kann sie natürlich ihrem Namen entsprechend japanisch zubereiten, da wären dann Sesam und Miso im Spiel oder man geht einen Schritt weiter und begibt sich auf ein mediterran-asiatisches Terrain. Da sind wir dann bei Knoblauch, Chili und Tomate. Ich musste also, nachdem ich diese Auberginen entdeckt hatte, meinen Wochenendplan ein wenig korrigieren. Besser gesagt – ich habe ihn komplett über den Haufen geworfen. Eigentlich wollte ich was mit Spargel und Fregola (jene niedlichen Nudel-Kügelchen aus Sardinien) machen, doch dann kam es eben anders als geplant. Für Japanische Auberginen mache ich das. Der Vorteil dieser Auberginen ist ihre längliche Form. Mehr Haut, weniger Fleisch, also mehr Biss. Die Aubergine ist ja so was wie der Tofu unter den Gemüsen. Für sich allein eher belanglos im Geschmack, aber grandios, wenn man sie richtig behandelt und ihnen zudem noch ein paar Röstaromen gönnt. Die nimmt sie dankbar auf und erfreut mit einer cremigen Textur innen und knuspriger Haut. Damit das auch so bleibt, kommt sie nach dem Rösten im Ofen auch nur kurz zu den übrigen Zutaten in die Pfanne. Und ja, so ein Döschen Tamarindenpaste aus dem Asia-Laden hält wirklich ewig und ist vielseitig einsetzbar. Gerade in der Kombination mit Zucker Limette, Knoblauch und Soja Sauce ist das eine Aromenbombe.
Wenn ich also nur mit Gemüse koche, dann mit viel Geschmack und vielschichtigen Aromen. Und ein bisschen scharf darf es auch sein.

Japanische Auberginen mit Chili, Knoblauch und Limette

Für Zwei
3 japanische Auberginen (300 g) (wer keine bekommt – es funktioniert natürlich auch mit den normalen Auberginen)
2 EL Olivenöl
6 Cocktailtomaten, halbiert

ein walnussgroßes Stück Ingwer, in sehr feine Streifen geschnitten
1 Peperoni, entkernt und in feine Streifen geschnitten (wem die Peperoni nicht genug Schärfe bietet, der gibt noch ein paar Chiliflocken dazu)
4 Zehen Knoblauch, fein gehackt
1 rote Zwiebel, in Ringe geschnitten
1 Frühlingszwiebel, den weißen und grünen Teil getrennt in Röllchen geschnitten
2 EL Olivenöl
1 TL geröstetes Sesamöl
Abrieb einer unbehandelten Limette
1 EL Limettensaft
1 knapper EL Tamarinden Paste
3 – 4 EL Soja Sauce
2 TL Zucker
1 EL Tomatenmark
Meersalz 

nach Belieben noch ein bisschen schwarzer Sesam

dazu gekochter Basmati Reis

Den Ofen auf 220° vorheizen
Die Auberginen waschen und leicht diagonal in dicke Scheiben schneiden. Mit dem Olivenöl und den Tomaten mischen, in eine ofenfeste Form geben (so groß, dass die Auberginenscheiben nicht übereinander liegen) und etwa 30 Minuten rösten.
In der Zwischenzeit das Olivenöl zusammen mit dem Sesamöl in eine Pfanne geben und bei mittlerer Hitze die Zwiebelringe, den weißen Teil der Frühlingszwiebel mit dem Knoblauch, Ingwer und Peperoni anschwitzen. Den Zucker dazugeben und umrühren. Tomatenmark und Limettenabrieb und Limettensaft dazugeben. Noch etwa 3 Minuten weiterbraten. Dann die Soja Sauce und die Tamarinden Paste dazugeben. Sanft weiterköcheln lassen. Probieren und nach Belieben mit etwas Salz abschmecken.
Die gerösteten Auberginen aus dem Ofen nehmen und in die Pfanne geben. Nur kurz umrühren, so dass sich die Sauce gut verteilt.
Mit Reis in Schüsseln anrichten und die Röllchen vom grünen Teil der Frühlingszwiebel (und den Sesam) darüber streuen.

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