13. März 2020

Gemüsesalat mit Perlgraupen, Sauerkraut, Kräutern und Blutorangen-Vinaigrette

Rezepte, Vegetarisch, Frühling, Rezeptart, Vegan, Eingemachtes | 3 Kommentare

ein feiner Salat über den sich das Immunsystem freut

Wer kochen kann, ist jetzt klar im Vorteil. Nicht angewiesen zu sein auf Nudeln und Fertigsaucen, ist in diesen Zeiten ein Segen. Denn nun trennt sich im Supermarkt die Spreu vom Weizen. Wer nicht im Nudelregal sucht, sondern bei Graupen, Hülsenfrüchten und unpopulärem Getreide braucht sich keine Sorgen zu machen. Da gibt es genug. Das mag nun zynisch klingen, angesichts der aktuellen Lage, ist aber keineswegs so gemeint. Es ist einfach ein Fakt, dass wer intuitiv und mit Liebe sich dem Kochen widmet, hier gut aufgestellt sein wird.
Seit Anfang der Woche wurde auch ich ins Home-Office geschickt, kein netter Mittagstischplausch mehr mit Kollegen, sämtliche Besuche bei Kunden wurden abgesagt. Es ist ruhig geworden um mich herum. So sehr ich oftmals die Ruhe im Büro vermisse, irgendwie fehlt jetzt etwas. Veranstaltungen wurden ebenso abgesagt, wie Reisen. Vielleicht war es eine glückliche Fügung, dass ich Anfang Februar noch nach Thailand und Laos geflogen bin. Jetzt wäre es immerhin für Thailand nicht mehr so einfach. Und wer will jetzt schon reisen?
Ich jedenfalls habe beschlossen, dass ich mich ab jetzt der Kraut- und Kimchi-Produktion intensiver widmen werde. Das ist gesund und Fermentiertes hält sich gut. Nur so als Idee. Und weil ich gerade so etwas wie eine intensive Sauerkraut-Phase habe, hab ich das frische, unpasteurisierte Sauerkraut in den Salat gegeben und da macht es sich bestens. Frische, säuerliche Noten bekommen diesem Salat mit Perlgraupen und Zucchini ganz wunderbar.
In diesem Sinne, wünsche ich euch allen, dass ihr gesund bleibt. Passt auf euch auf!

Für Zwei

100 g Perlgraupen
etwa 400 ml Wasser oder eine sehr dünne Gemüsebrühe
80 g frisches Sauerkraut, nicht pasteurisiert, idealerweise vom Markt oder selbstgemacht
100 g grüne Bohnen
1 Zucchini
6 Rosenkohl
ein paar Stängel Koriander und Minze, grob gehackt
½ Bund Schnittlauch, in feine Röllchen geschnitten
eine Handvoll Haselnüsse, grob gehackt und ohne Fett in einer Pfanne geröstet

3 EL Olivenöl
2 EL weißer Balsamico Essig
Saft von einer kleinen Blutorange (Moro oder Tarocco)
1 TL Honig oder Reissirup (vegan)
Meersalz
frisch gemahlener Pfeffer

Die Graupen zusammen mit dem Wasser (oder der Gemüsebrühe) in einen Topf geben, aufkochen lassen und etwa 25 Minuten bei geschlossenem Deckel sanft köcheln lassen, bis das Wasser verdampft ist. Auskühlen lassen.

Die Bohnen waschen, an den Enden trimmen und zusammen mit dem geputzten und halbierten Rosenkohl in Salzwasser etwa 4 Minuten blanchieren. Mit kaltem Wasser abschrecken und abtropfen lassen. In feine Streifen schneiden.
Die Zucchini in feine Streifen hobeln (was am besten mit einer Mandoline funktioniert).
Sauerkraut etwas ausdrücken und grob zerschneiden.

Ausgekühlte Graupen mit Sauerkraut, Bohnen, Zucchini und Kräutern mischen.

Das Dressing aus Olivenöl, Essig, Blutorangensaft und Honig verrühren und mit Salz und Pfeffer gut abschmecken. Unter den Salat heben und mit den gerösteten Haselnüssen bestreuen.

3 Kommentare

  1. ein köstlich ausschauender Salat, aber am meisten bin ich jetzt gespannt auf dein Kimtschi

    Antworten
    • Ganz herzlichen Dank, liebe Bonjour Alsace.
      Hier hätte ich was für dich: Kimchi

      liebe Grüße
      Claudia

      Antworten

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