17. Dezember 2021

Die knusprigsten 15 Stunden Kartoffeln

1 Kommentar

ganz einfach und eigentlich verbringt man die meiste Zeit mit Warten

Hand hoch, wer würzigen, knusprigen Kartoffeln widerstehen kann. Ich kann es nicht. In den vergangenen Monaten waren diese Kartoffeln DER Renner auf TikTok. Immer mehr Medien sind aufgesprungen und haben über die „15 h Potatoes“ geschrieben. Dies jedoch meist im englischsprachigen Raum. Dabei ist die Zubereitungsart nicht wirklich neu. Neu ist nur der Name. So manch einer kennt sie auch noch unter dem Namen „Potato Pavé“. Um es kurz zu machen, diese Kartoffeln sind eine Mischung aus Kartoffelgratin und Pommes Frites. Sie werden sanft im Ofen gegart, danach ordentlich mit Gewichten beschwert ausgekühlt, um dann in heißem Fett zur ultimativen Knusprigkeit frittiert zu werden, wobei sie innen luftig bleiben.
Man sollte sich also von den 15 Stunden nicht wirklich abschrecken lassen, denn die meiste Zeit verbringt man damit, darauf zu warten, dass sie endlich ausgekühlt und gepresst sind.
Ist es dann aber endlich soweit, dass es ans Frittieren geht, sollte alles fix gehen, denn wirklich am allerbesten sind sie, wenn man sich sofort über sie hermacht. Noch ein Stippen in einen leckeren Dip und fertig ist das Kartoffel-Vergnügen.
Also durchaus mal ein Trend, dem man sich anschließen kann.

Die knusprigsten 15 Stunden Kartoffeln

Für Vier

3 große Kartoffeln (1 kg)
150 g Butter
Meersalz
Meersalzflocken

Pflanzenöl oder –fett zum Frittieren

Den Ofen auf 120° vorheizen.
Die Kartoffeln schälen und mit einer Mandoline in sehr feine Scheiben hobeln.
Die Butter in einem kleinen Topf schmelzen.
Den Boden einer rechteckigen (ca. 20 x 15 cm), ofenfesten Form mit der flüssigen Butter ausstreichen und die erste Schicht Kartoffelscheiben immer etwa 1 cm versetzt darauf verteilen. Wieder mit Butter bestreichen und mit Meersalz bestreuen. Die nächsten Schichten nach dem gleichen Prinzip einfüllen.
Die Form mit einer doppelten Lage Pergamentpapier abdecken und für 3 Stunden in den Ofen geben.
Anschließend die Kartoffeln beschweren (ich habe dafür einen tollen Stein, den ich zum Tofu-pressen verwende, aber ein paar Konservendosen eignen sich ebenfalls prima). Um den Druck besser zu verteilen, legt man am besten ein Brettchen über die Kartoffeln.
Die Kartoffeln auskühlen lassen und für 10 – 12 Stunden in den Kühlschrank stellen.
Anschließend die Kartoffeln aus der Form stürzen und in Rechtecke schneiden.
Das Fett in einem Topf erhitzen, bis es an einem Holzstäbchen Blasen bildet. Ich nehme lieber einen kleineren Topf, brauche weniger Fett, kann jedoch meist nur 3 – 4 Kartoffelstücke gleichzeitig frittieren.
Nach dem Frittieren die Kartoffeln auf einen mit Küchenkrepp ausgelegten Teller legen.
Die goldbraunen Kartoffeln mit Salzflocken bestreuen und sofort servieren.

Variationen: Anstelle der Butter kann man auch flüssiges Schmalz nehmen. Zusätzlich kann man ein bisschen getrockneten Rosmarin oder Thymian zwischen den Schichten verteilen. Wer mag, verteilt noch hauchdünne Scheiben Knoblauch dazwischen.

Wer die Kartoffeln nicht als Beilage, sondern allein servieren möchte, braucht noch was zum Dippen. Jede Art von Mayonnaise – idealerweise selbstgemacht – passt hervorragend! Ich habe meine einfach mit ein bisschen „Purple Curry“ aufgemotzt.

1 Kommentar

  1. Die muss ich unbedingt auch mal ausprobieren. 🙂 Alles Gute für 2022!

    Antworten

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.