4. April 2018

Sardische Fregola Tostada mit Limetten-Kokos Spitzkraut

Rezepte, Vegetarisch, Crossover & Fusion, Rezeptart, Länderküche, Pasta, Vegan | 4 Kommentare

Die Mini-Nudel aus Sardinien bekommt einen interessanten Begleiter - den Spitzkohl.

Jegliches Essen, das mir unbekannt ist, erweckt automatisch meine Neugier. Ich muss es haben oder probieren und meist landet es danach in meinem Küchenschrank. So auch die netten kleinen Nudel-Kügelchen aus Sardinien. Fregola heißen sie dort und der Hartweizenteig aus dem sie bestehen, wird in kleine 2-3mm große Kugeln gerollt. Ist so ein bisschen wie Buchstabennudeln für Erwachsene. Im Idealfall werden sie danach noch geröstet. Röstaromen finde ich bei Pasta immer gut.

Das Schöne ist, wenn man sich nach einiger Zeit wieder den Tiefen des Küchenschranks widmet, weil man vielleicht gerade auf der Suche nach Pasta ist, findet sich so einiges, was aus dem Fokus verschwunden ist. So eben auch die Fregola.
Ich gebe zu, die Kombination mit Kokosmilch, Limetten, Rum und Spitzkohl ist eher ungewöhnlich – wer denkt bei Pasta denn schon an Spitzkraut? – doch ich teile die Liebe zu diesem Kraut mit Vincent Klink, von dem ich schon einige wirklich schöne Spitzkohl Rezepte ausprobiert habe. Es lohnt sich, sich auf dieses Wagnis einzulassen, denn hier offenbart das Spitzkraut seine Eleganz und große Flexibilität, wenn es darum geht, sich mal nicht an einen Schweinebraten anzuschmiegen. Und wer es sich zu Herzen nimmt und den Kohl auch vorher schön mit Salz und Zucker einmassiert, dem bleiben jegliche Kohldüfte in der Wohnung erspart. Er wird dadurch nur weicher und kann sofort im Anschluss gebraten werden. Ich könnte mir das Gericht auch schön mit etwas grünem Spargel vorstellen. Die Packung ist ja noch nicht leer…

Für Zwei

120 g Fregola Tostada (geröstete Fregola)

½ kleiner Spitzkohl
100 g Brokkoli
150 ml Kokosmilch
1 EL Kokosmus
1 EL brauner Rum (optional)
1 EL Olivenöl
Abrieb und Saft einer unbehandelten Limette
Salz, Zucker

Kresse für die Dekoration und nach Belieben noch eine halbe kleine Avocado (ich liebe die entzückenden Zwergen-Avocados von meinem Biohändler auf dem Wochenmarkt)

Den Spitzkohl waschen, den Strunk entfernen und in nicht zu dünne Streifen schneiden. In eine Schüssel oder Topf geben und mit einer Prise Salz und Zucker bestreuen, mit den Händen kräftig einmassieren und eine halbe Stunde Wasser ziehen lassen. Danach abtropfen lassen oder mit einen Küchenkrepp abtupfen.
Den Brokkoli in kleine Röschen aufteilen.

Die Fregola nach Packungsanweisung in Salzwasser weich, aber noch bissfest, kochen.

In einem Topf das Olivenöl erhitzen und Spitzkohl und Brokkoli dazugeben und etwas anbraten. Mit Rum und Limettensaft ablöschen. Die Kokosmilch dazugeben und bei geschlossenem Deckel etwa 8 Minuten dünsten. Anschließend das Kokosmus und den Limettenabrieb untermischen.

Das Gemüse auf Teller verteilen, die Fregola drübergeben, nach Belieben mit Kresse bestreuen und eine halbe Avocado draufsetzen. Wer mag, salzt noch etwas nach.

4 Kommentare

  1. Servus Claudia,

    hast Du eine Idee, wo man die Fregola in München bekommt? Ich war bisher nicht erfolgreich und die Onlinebestellung find ich eher albern

    Beste Grüße, Torsten

    Antworten
    • Hallo Torsten,
      Du bekommst diese hier im Frischeparadies, beim Italien Feinkost in Grünwald und ziemlich sicher bei Eataly in der Schranne

      Liebe Grüße
      Claudia

      Antworten
  2. Schon in der FB-Timeline hat mich dieses köstlich klingende Rezept angelacht, vor allem wegen der ungewöhnlichen Zutatenkombination.
    Leider fielen auch meine „Fregola“ den Mäusen zum Fraßopfer. Immerhin war der Kammerjäger beim Anblick meiner Nudelkiste sehr erstaunt: „Ich wusste gar nicht, dass es so viele verschiedene Nudeln gibt.“ Und ja, auch Fregola konnte ich ihm dann zeigen und erklären – vor der Entsorgung.

    Antworten
    • Oh nein! wie fies. Die Mäuse wissen also auch was gut ist.
      Den überraschten Ausdruck beim Anblick des Küchenschranks kenne ich. Da schlummern auch bestimmt 8 verschiedene Nudelsorten. Denk dran – im Notfall kann man bei uns länger überleben 😉

      liebe Grüße
      Claudia

      Antworten

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