25. November 2012

Rosenkohl-Kartoffelgratin mit Ziegenkäse und Portulak

Rezepte, Vegetarisch, Rezeptart, Länderküche, Winter, französisch | 6 Kommentare

Es war der Weinprobe am Freitagabend geschuldet, dass ich gestern ziemlich planlos von der Sonne geblendet auf dem Markt stand und ebenso planlos mein Körbchen fürs Wochenende füllte. So ist das halt manchmal, kluge Sprüche über das Alter und die verminderte Fähigkeit, partytechnische Ausreißer locker wegzustecken, gibt es dann immer gratis dazu. Der vermutlich sinnvollste Einkauf des Tages waren Kopfwehtabletten.

Da stand ich dann heute vor meinem Sammelsurium an Gemüsen und wusste nicht so recht wo anfangen. Robert von lamiacucina brachte mich mit seinem Rosenkohlgratin da schon mal auf die richtige Fährte und bei Juliane von schöner Tag noch, traf ich dann die Entscheidung zugunsten des Rosenkohls (das mit den Perlgraupen und den Cranberries sieht großartig aus). Den Rosenkohl hatte ich nur gekauft hatte, weil er am Stängel so nett aussah.

Blaue Kartoffeln gab es auch noch, die Kräuteranzucht auf dem Fensterbrett lässt sich wider Erwarten gut an und spendete die nötigen Blättchen, was wirklich einem kleinen Wunder gleich kommt, gelingt es mir doch ansonsten jedes noch so wohlgewachsene Kraut im Töpfchen binnen kürzester Zeit zu ertränken oder vertrocknen zu lassen.

Und heute lachte die Sonne auch wieder für mich, die Vitamin D Produktion wurde angekurbelt und das Essen war fix auf dem Tisch. Sogar die unsinnigen Wasabi-Sprossen, die ich warum auch immer gekauft hatte, bekamen ihren Auftritt. Der Portulak setzte einen frischen Akzent zu dem Gratin.

Dazu gab es ein Glas frisches kühles Wasser. Und ich will jetzt keine Frage hören, von wegen warum. Klar?

 

Für Zwei

Eine gute Handvoll kleiner Rosenkohl

4 mittelgroße blaue Kartoffeln

2 Zehen Knoblauch

100 ml Milch

20 ml Noilly Prat (Ambré)

2 Zweige Thymian

1 Zweig Rosmarin

100 g Brebiou (weicher Ziegenkäse)

Salz, frisch gemahlener  Pfeffer

1 Handvoll Portulak

einige Wasabi-Sprossen

2 EL Butter

Die Kartoffeln schälen und in Scheiben schneiden (3 – 4 mm). Zwei feuerfeste Gratinformen buttern und die Scheiben kreisrund oder wie auch immer rein legen. Den Rosenkohl waschen und ebenfalls in gleich dicke Scheiben schneiden. Auf die Kartoffelscheiben legen.

Den Knoblauch fein hacken und in etwa einem TL Butter weich dünsten. Mit dem Noilly Prat ablöschen. Die Milch hinzufügen und einmal aufkochen lassen. Kräftig salzen.

Die Kräuter zupfen und fein hacken. Mit der Milch mischen und über die Gemüse gießen. Den Ziegenkäse in Scheiben schneiden und auf das Gratin legen. Die restliche Butter als Flöckchen drüber geben und mit frisch gemahlenem Pfeffer würzen. Für etwa 20 – 25 min bei 200° in den Ofen.

Vor dem Servieren mit dem Portulak und den Wasabi-Sprossen aufhübschen.

 

6 Kommentare

  1. Hmmm, nicht nur die Fotos sind toll, auch das Rezept gefällt mir sehr sehr gut, gerade weil ich Rosenkohl unverdienterweise viel zu selten verwende! Davon hätte ich jetzt gern ein Schälchen…… 🙂
    lieben Gruß aus Mainz!

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    • würde zu gerne ein Schälchen (achtung heiß, da aus dem Ofen) gen Mainz schicken, liebe Verena

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  2. Das sieht echt gut aus! Und da ich Rosenkohl dieses Jahr wieder für mich entdeckt habe, wird dieser/dieses (?) Gratin nachgekocht 🙂
    Viele Grüße
    Julia

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    • Das freut mich! Er ist es wert „entdeckt“ zu sein. Er, der kleine Rosenkohl, der eindeutig noch besser ist, wenn ihn der Frost gebissen hat. Liebe Grüße, Claudia

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  3. Das ist was für meinen Mann! Er liebt Rosenkohl!
    🙂

    Die Sprossen…selbst gezogen?

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    • Selbst gezogen? Ich glaube das würde mir in hundert Jahren nicht gelingen.Die lagen da einfach im Supermarkt rum. 😉

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