8. Januar 2018

Pappardelle mit Rosenkohl, Trüffel und Pecorino

Rezepte, Vegetarisch, Rezeptart, Pasta | 0 Kommentare

Manchmal müssen es eben Trüffel sein. Ein Wohlfühl-Gericht für trübe Tage.

Ja ich weiß, an Rosenkohl scheiden sich die Geister. Wer auch immer meint, diesem Gemüse abschwören zu müssen, wird mit diesem Gericht bekehrt. Ganz sicher. Denn hier ist nix, was gemeinhin einen Kohl ausmacht. Und so luxuriös wie hier, kommt er eh nur selten auf den Tisch.
Manchmal müssen es eben Trüffel sein. Und kommt auch noch eine Sauce aus Weißwein und Sahne dazu, mit einem Hauch Muskat – ganz ehrlich, wer kann da widerstehen?

Wie sie da schon beim Feinkosthändler so hübsch liegen, in ihrem Holzkistchen. Ich bin das Trüffelopfer schlechthin.. Seit Jahren nehme ich mir vor, zur Trüffelsaison einmal in den Périgord oder Piemont zu fahren, aber immer wieder kommt was dazwischen. Einmal will ich das erleben, dass erntefrischer Trüffel pfundweise über meine Pasta gehobelt wird. Zimperlich sollen sie ja angeblich nicht sein. Vielleicht dieses Jahr im Herbst.
Ich schaue dem Feinkosthändler tief in die Augen, als ich ihn frage, wie frisch dieser Trüffel denn sei. „Heute morgen gekommen“, meint er und hält meinem Blick stand. Der kleinere von beiden kostet immerhin auch noch fünfundzwanzig Euro. Trotzdem. Es muss sein.
Ich habe vor einigen Jahren ein Rezept hier eingestellt für eine Trüffel-Pasta, das bis heute ein Dauerbrenner ist. Ginge es nach der Anzahl der Aufrufe, so wäre Deutschland eindeutig der wichtigste Trüffelmarkt.
Beim Kauf bekomme ich auch gleich noch den Hinweis, wie ich ihn zu lagern habe, damit er nicht feucht wird (das ist nämlich gar nicht gut für den Trüffel). Ein Glas mit Reis füllen und den Trüffel hineinlegen. Aber lange muss so ein Trüffel ja eh nicht aufbewahrt werden… Und beim drüberhobeln bitte nicht zimperlich sein. Es lohnt sich!

Für Zwei
250 g Pappardelle
etwa 10 Stück Rosenkohl (bei sehr kleinen Röschen entsprechend mehr)
1 Knoblauchzehe
1 EL Butter
60 ml Weißwein (gerne einen fruchtigen wie Gelber Muskateller)
150 g Crème double
50 g Pecorino, gerieben
1 Trüffel
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
frisch geriebene Muskatnuss

Den Rosenkohl waschen und die äußeren Blätter, sollten sie verfärbt sein, entfernen. Längs in etwa 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. Den Knoblauch sehr fein hacken.
In einem Topf oder einer Pfanne die Butter aufschäumen lassen und den Rosenkohl dazugeben. Etwa 3 Minuten bei mittlerer Hitze und gelegentlichem Umrühren dünsten. Mit dem Weißwein ablöschen und nochmal eine Minute garen lassen. Den Rosenkohl mit einer Schaumkelle herausnehmen, leicht salzen und beiseite stellen.
Die Pappardelle nach Packungsanweisung bissfest kochen.
Die Crème double in die Weißweinsauce geben und einmal aufkochen lassen. Etwa 80% des geriebenen Pecorinos unterrühren und mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Den Rosenkohl wieder hineingeben und bei niedriger Temperatur warm halten.
Die gekochten Nudeln auf Tellern verteilen, den Rosenkohl mit der Sauce darüber verteilen und zuletzt den Trüffel darüber hobeln und den restlichen Pecorino drüberstreuen.

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