2. Juni 2013

Kotelett von Schwäbisch-Hällischen Schwein mit Rosmarin-Aprikosen

Rezepte, Rezeptart, mit Fleisch, Länderküche, Sommer, nach Saison, französisch | 8 Kommentare

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Der Künstler Albert Birkle malte ein Bild von einem Kotelett und es wurde für 12.000 Euro verkauft. Es heißt im Auktionstext, seine Frau habe ihm Modell gestanden. Auf dem Bild ist jedoch nur ein Kotelett zu sehen. Was dachte er sich wohl dabei? Hatte er Hunger? Ein arrivierter Künstler wie er muss doch kein Kotelett essen, wo er sich doch jedes Filet auf den Teller packen kann. Er ist mir sympathisch dieser Künstler. Nicht nur wegen dem Bild, sondern wegen dem Kotelett. Es ist an der Zeit diesem Stück Fleisch mal wieder einen kleinen Hype zu gönnen.

Natürlich spreche ich hier nicht von dem blässlichen Etwas aus dem Supermarkt, welches seine Größe verändert, sobald es in der Pfanne liegt. Dieses betrüblich stimmende Stück Fleisch sollte man meiden. Ich spreche von der wunderbaren schwarzköpfigen Rasse des Schwäbisch-Hällischen Schweins, das im 19. Jahrhundert seinen Weg aus Asien zu uns gefunden hat. Sicher ist es nicht hergelaufen. Ein Kaiser hat es mitbringen lassen. Und viele Schweinegenerationen später, habe ich es auf dem Bauernmarkt entdeckt.

Wie es das Schicksal wollte, waren gerade noch 3 Koteletts übrig. Ich war wie immer am Samstag nicht die Erste auf dem Markt. Ein bisschen dicker hätten sie auch sein können, aber das war nicht mehr zu ändern. Ich hätte Schnitzel haben können, wollte ich aber nicht, ich wollte was mit Knochen dran haben. Die Metzgersfrau schenkte mir ein verschwörerisches Nicken. Schmeckt besser, wenn der Knochen noch dran ist.

Bei einem guten Kotelett ist massig Fett dran, das man bloß nicht wegschneiden sollte. Es ist köstlich. Und dazu etwas Fruchtig-Würziges. Das kommt prima, weil es nach Süden schmeckt und uns ja gerade der Sommer irgendwie abhandengekommen ist. Das schlägt zwar ein wenig aufs Gemüt aber wenn man mit den entsprechenden Gegenmaßnahmen etwas Aufmunterung schaffen möchte, dann durch ein sommerliches Gericht. Keine Sorge, es kann auch bei wärmeren Temperaturen verzehrt werden.

KotelettRosmarinAprikosenTeller2

Für Zwei

2 Stielkoteletts vom Schwäbisch-Hällischen Schwein (alternativ Iberico oder Duroc)

1 Fleischtomate

5 frische Aprikosen

½ rote Chili

2 kleine Schalotten

3 Zweige Rosmarin

1 EL Butterschmalz

1 EL Olivenöl

Salz, frisch gemahlenen Pfeffer

KotelettRosmarinAprikosen

Die Aprikosen waschen, halbieren und entkernen. Die Hälften vierteln. Die Schalotte und die Chili fein hacken. Die Tomate heiß überbrühen, schälen und das Fruchtfleisch grob würfeln. Die Rosmarinblättchen zupfen und fein hacken.

Das Kotelett in etwas Butterschmalz von jeder Seite etwa 3 Minuten kräftig anbraten. Aus der Pfanne nehmen und warm stellen. Das Fett abgießen, etwas frisches Olivenöl in die Pfanne geben. Die Schalotten darin andünsten. Die Tomaten zusammen mit der Chili und den Aprikosen dazugeben. Den feingehackten Rosmarin dazugeben und 2 Minuten bei geschlossenem Deckel weichdünsten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Das Kotelett leicht salzen und zusammen mit den geschmorten Aprikosen anrichten.

Dazu passen Bratkartoffeln oder einfach Brot. Auf jeden Fall passt ein guter Rotwein dazu.

 

8 Kommentare

  1. Heute nachgekocht. Geht schnell, kann nichts schiefgehen und es schmeckt fantastisch! Danke!

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    • Lieber Thomas, das freut mich!
      Herzliche Grüße
      Claudia

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  2. Ach, ich hatte auch schon viel zu lang kein Kotelett mehr, das muss sich jetzt ändern!
    Schön ist das, mit den Aprikosen 🙂

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  3. Ich nehme ein Stück Brot dazu….die Farben…ein Traum!

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    • Gerne, liebe Sybille, nimm Platz!

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  4. da kommt keine Aprikosen/Rosmarin-tarte dagegen an.

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    • Niemals! 😉

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