18. Dezember 2011

Grünkohl ist etwas, was irgendwie jahrelang auf meiner Speisekarte überhaupt nicht vorkam. Gut er ist grün, die Marktstände quellen über von diesem teils monströs mutierten Gewächs und eigentlich passt er auch besser in die Mitte und den Norden von Deutschland. Schubladendenken par excellence. Dass der Grünkohl sich als allerfeinstes Gemüse erweist, das durchaus auch einen geschmacklichen Ausflug in die asiatischen Aromen verträgt, auf die Idee brachte mich eine amerikanische Bloggerin. „Kale“, so heißt das Gemüse dort. Da wurde er mal ganz anders zubereitet als hier und so hatte ich die Idee, ihn mit Tempeh, viel Ingwer, Mirin und Tamari zuzubereiten. Das Ergebnis war so lecker, dass ich mir den Rest, dann gleich zum Frühstück warm gemacht habe. Bin sowieso eher der herzhafte Frühstücker. Was mir in Italien mit seinen klebrigen Kuchen jedes Mal einen Frühstücksfrust beschert. Wenn auch sonst dort alles andere grandios ist.

Für 2 Personen

200 gr Tempeh

2 walnussgroße Stücke frischer Ingwer

2 El Mirin ( japanischer Reiswein zum Kochen)

2 El Tamari (dunkle Sojasauce)

2 Zehen Knoblauch

500 gr Grünkohl

2 EL neutrales Pflanzenöl

Salz

1 TL Gemüsebrühe

1 cl Sake

nach Belieben etwas Tabasco und Soja Sahne

Zuerst den Tempeh etwa 15 min über leicht gesalzenem Wasser dünsten. Er wird dadurch zarter. Dann in Scheiben schneiden und in dem Öl zusammen mit dem Knoblauch und Ingwer scharf anbraten und mit Mirin und Sojasauce ablöschen. Er sollte eine schöne kräftige Farbe bekommen.

Warm stellen. In der Zwischenzeit den Kohl waschen und die Blätter vom Strunk entfernen. In Streifen schneiden. Den noch feuchten Kohl mit etwas Wasser (0,2 cl), Sake und Brühe etwa 30 min weich dünsten. Mit Pfeffer und je nach Geschmack noch etwas Soja Sahne mit ein wenig gekörnter Gemüsebrühe vermischt unterrühren. Zu dem Tempeh in die Pfanne geben, mit etwas Tabasco nachwürzen, durchmischen und auf die Teller verteilen.

1 Kommentar

  1. Eine tolle neu Kombination, sowohl was Tempeh als auch Grünkohl angeht!
    GRünkohl wird ja auch viel in der äthiopischen Küche verwendet, kann ich mir gut vorstellen.

    Und ganz herzlichen Dank, liebe Claudia für Dein schönes Feedback bei mir – habe mich sehr gefreut und gebe das Kompliment gern zurück. Schön hier!

    Antworten

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