26. März 2020

An meinem letzten Tag in Cheongju in Südkorea nahm Hai Soon mich mit auf einen Markt. Ich sollte nicht eher nach Hause fliegen, bevor ich nicht Kimchi gefüllte Teigtaschen und Pfannkuchen mit Kimchi gegessen hätte. Vermutlich traute sie auch der Verpflegung im Flugzeug nicht, weswegen sie sicher sein wollte, dass ich auf gar keinen Fall meine Rückreise mit leerem Magen antreten sollte. In der Zeit, die ich in Korea verbrachte, hatte ich zwei Dinge lieben gelernt. Kimchi in jeglicher Form und Makgeolli. Zweiteres trug meist zur allgemeinen Belustigung bei, denn dieser bäuerliche Reiswein ist zwar sehr beliebt aber eben eher rustikal. Mir war das egal, ich schlürfte dieses milchige Getränk mit niedrigem Alkoholgehalt, wann immer ich konnte, was auch dazu führte, dass ich gerne mal zu später Stunde in den nächsten Supermarkt lief, um meinen Nachschub zu sichern. Hier in München gibt es genau zwei Sorten Makgeolli, eine gruselige und eine weniger gruselige. Kennt man nur diese beiden, wäre man durchaus geneigt zu sagen, dass meine Liebe zu diesem Getränk einige Fragen aufwirft. So über meine kulinarische Kompetenz und so.
Jedenfalls, um das nicht weiter zu vertiefen, habe ich jetzt in Zeiten des „Lock-Downs“ mal wieder frisches Kimchi angesetzt. Gleich drei große Gläser, denn dieser scharfe, fermentierte Kohl ist ja so gesund. Brauchen wir ja in diesen Zeiten. Und so konnte ich endlich nach etwa einer Woche der Reife meine geliebten Kimchi Pancakes machen. Mit dem Kimchi, wie ich ihn mag. Scharf, mit viel Knoblauch, wenig Fischsauce und mit Rettich drin. Das Rezept dazu gibt es hier (Kimchi).
Und weil das mit den Pancakes so schön schnell geht, sind sie das perfekte Gericht für die Mittagspause im Home-Office. Ein frischer Salat aus fein geraspelten Möhren und Zucchini passt übrigens hervorragend dazu.

Erinnerungen an Seoul

Kimchi Pancakes aus Korea

Für Zwei
1 Ei
1 EL Kimchi-Flüssigkeit
2 EL Soja Sauce
50 g Mehl
2 EL Kartoffelstärke
3 EL feingehacktes Kimchi
1 Frühlingszwiebel
eine kleine Prise Salz
Sesam
neutrales Pflanzenöl

Dip
Soja Sauce mit etwas Reisessig gemischt (oder Mayonnaise mit scharfer roter Sauce gemischt)

Das Ei in eine Schüssel schlagen und mit Soja Sauce und Kimchi-Flüssigkeit verrühren. Mehl und Stärke dazugeben und glattrühren.
Den grünen und hellgrünen Teil der Frühlingszwiebel in diagonale Röllchen schneiden. Einen Teil davon für die Deko aufbewahren (max. ein Viertel). Die Frühlingszwiebel und das feingehackte Kimchi in den Teig geben.
In einer Pfanne das Öl erhitzen und entweder einen Großen oder kleine Pfannkuchen daraus braten.
Wichtig ist, dass die Temperatur nicht zu hoch ist, so dass die Masse stocken kann, ohne zu verbrennen.
Mit dem Dip servieren und mit den restlichen Frühlingszwiebelröllchen und Sesam bestreuen.

Noch mehr Inspiration zu Rezepten aus fernen Ländern gibt es bei Ina (einfach auf das Bild klicken)


4 Kommentare

  1. Liebe Claudia,

    das ist ein richtich toller Startschuss für Inas Blogevent!
    Schnell, einfach, lecker! Macht Lust zum Nachkochen. Ein Gläschen Spätburgunder dazu?

    Liebe Grüße,
    das HAMECKER Team

    Antworten
    • Liebe Silvia,
      so sehr ich Spätburgunder auch mag, ich finde zu Kimchi passt eine Riesling Spätlese fast besser.
      liebe Grüße
      Claudia

      Antworten
  2. Liebe Claudia,
    was für ein schönes Rezept und da bringst du mich auf eine Idee – ich setze heute gleich mal wieder Kimchi an! 😀
    Danke für den tollen Beitrag.

    Lieben Gruß,
    Ina

    Antworten
    • Das freut mich, liebe Ina.
      Das kam genau zum richtigen Zeitpunkt.
      liebe Grüße
      Claudia

      Antworten

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