3. Dezember 2020

Kimchi Maultaschen, mein erstes Video und warum ihr jetzt ganz wichtig seid!

koreanisch, Rezepte, Crossover & Fusion, Rezeptart, mit Fleisch, Länderküche, Pasta | 4 Kommentare

eine wunderbare deutsch-koreanische Allianz

(c) Annette Sandner

Ich habe mich auf ein Abenteuer eingelassen. Und jetzt hängt alles an euch, meine lieben Leser. Das Abenteuer? Ich bewerbe mich  bei einem koreanischen Kochwettbewerb. Warum ausgerechnet Korea, mögt ihr euch fragen. Das ist ganz einfach – koreanische Küche ist der Hammer. Das allein reicht aber noch nicht als Erklärung. Das Ministerium für Ernährung in Korea zusammen mit dem Korean Food Promotion Institute sprechen mit diesem Wettbewerb alle Nicht-Koreaner in der ganzen Welt an, mit dem Weltkulturerbe KIMCHI etwas Leckeres zu kochen. Und das muss man mir eigentlich nicht zweimal sagen. Ich finde Kimchi absolut fabelhaft. Ganz besonders, wenn es mein Selbstgemachtes ist. Da kann ich nämlich selbst bestimmen wie scharf und knoblauchig ich es haben will, ob ich es mit oder ohne Fischsauce und Garnelenpaste zubereite (ein bisschen Fischsauce muss einfach sein) und ob ich da noch eine fruchtige Note (von Birnen) drin haben will. Also Kimchi ist so mega, dass ich mir das dafür benötigte Chilipulver sogar aus Korea haben mitbringen lassen. Und weil fermentieren nun mal total cool ist, mache ich das öfters. Kimchi ist als Würzmittel einfach unschlagbar. Und eine echte Umami-Granate. In meiner Vorstellung möchte ich zum Wettbewerb etwas Ur-Deutsches mit Kimchi kombinieren. Und so entstand der Gedanke der Kimchi-Maultaschen. Zwei meiner Lieblinge vereint in vollendeter Harmonie. Soweit so gut. Der Haken an der ganzen Sache? Man braucht für das tolle Rezept und die Bewerbung ein Video. Und da bin ich völlig blank. Ich brauche jemanden, der sich damit auskennt. Ich brauche David! David Seitz ist mein Video-Gott. Wenn einer nicht nur tolle Videos drehen kann, das Equipment dazu hat und darüber hinaus auch noch total Food-vernarrt ist, dann ist das er. Und, das kommt einem Wunder gleich, hat er sogar Zeit ganz spontan mit mir so ein Video zu drehen. Damit ist die Aufstellung aber immer noch nicht komplett, denn es fehlt noch ein ganz wichtiger Teil. Wo dreht man eigentlich so ein Video am besten? Richtig –  vor einer Kochinsel. Kennen wir ja von den ganzen Kochshows aus dem Fernsehen. Und haben wir ja alle zuhause in unserer riesigen Küche. Nein? Ich auch nicht. Also brauche ich nochmal Glück und da kommt die wunderbare Valerie vom Kochraum Feinschnabel mit ins Spiel. Sie hat eine Kochschule, die leider Corona-bedingt gerade geschlossen ist. Ich frage sie, ob es möglich wäre für ein paar Stunden dort ein Video zu drehen. Und sie sagt ja. Bingo! Es fühlt sich an wie ein Sechser im Lotto. Ich kaufe alles ein, packe sämtliche benötigten Küchenutensilien vorsichtshalber ins Auto, lege ein bisschen mehr Augen-Makeup auf (ihr glaubt ja nicht, wieviel Farbe so eine Beleuchtung schluckt) und es kann losgehen. Der Zeitplan ist extrem straff. 3 Stunden, dann müssen wir alles im Kasten haben. Ich darf es also weder vermasseln, noch darf irgendwas nicht so laufen, wie es sollte. Ich bin nervös. Lampenfiebrig. Die Adrenalindüse wird grad voll aufgedreht. Dabei muss ich zwischendurch auch noch in die Kamera grinsen. Hätte ich das alles schon hundert Mal gemacht, wäre ich da sicher nicht so angespannt. Am Tag danach habe ich Muskelkater vom Teig ausrollen. Der war so schön elastisch, dass er immer wieder zurückgesprungen ist und nur unter größtem Kraftaufwand nachgegeben hat. Ich schiele zu meiner Nudelmaschine… „Vergiss es, Claudia. Wir drehen das jetzt für Korea und die haben bestimmt nicht alle eine Nudelmaschine bei sich rumstehen!“ bekomme ich die Ansage. Dann noch zum Abschluss einmal hübsch anrichten, fotografieren, Küche saubermachen und Abflug. Danke, liebe Annette Sandner, dass du dabei warst, mir geholfen hast und die Aktion dokumentiert hast. Ich hätte vermutlich hinterher nicht mehr sagen können, ob ich das alles nur geträumt habe oder ob es wirklich so passiert ist. Die Maultaschen jedenfalls schmeckten grandios. Danke, dass ihr darüber hergefallen seid. Ein größeres Lob gibt es nicht. Die „Swabian Ravioli with Kimchi“ sind ein voller Erfolg.

Und jetzt hängt es an euch, meine lieben Leser – schaut euch das Video an, gerne auch drei oder viermal, jeder Klick ist wichtig. Gebt mir ein Däumchen nach oben und erzählt allen davon. Wir müssen die deutsch-koreanische Allianz feiern und der ganzen Welt zeigen, dass Maultaschen mit Kimchi einfach grandios sind.

Ich danke euch herzlichst für eure Unterstützung!

(c) Annette Sandner

(c) Annette Sandner

(c) Annette Sandner

(c)Annette Sandner

Kimchi Maultaschen

Für Vier

Teig
2 Eier
200 g Mehl (Typ 00 oder 405)
30 g Hartweizengrieß
4 EL Wasser
Meersalz
Füllung
2 altbackene Brötchen
100 ml Sahne
400 g gelbe Zwiebeln
1 EL Butter
2 – 3 EL Petersilie, fein gehackt
2 Frühlingszwiebeln, hellgrüner und grüner Teil fein gehackt
4 EL Kimchi, grob gehackt
400 g Hackfleisch vom Schwein
1 EL Gochujang (koreanische Würzpaste)
1 EL Soja Sauce
2 EL Semmelbrösel
3 Eier

1 – 2 EL Butter
2 EL Schnittlauch fein gehackt

Röstwiebeln

Für den Teig die Eier mit dem Wasser verrühren und dann mit dem Mehl, Grieß und einer Prise Salz mischen. Etwa eine Minute lang kneten, bis ein fester Teig entsteht. In Folie wickeln und mindestens eine Stunde, gerne auch über Nacht, im Kühlschrank ruhen lassen.

Die Brötchen in feine Scheiben schneiden, in eine Schüssel geben und mit der Sahne begießen. Die Zwiebeln fein hacken. 1 Esslöffel Butter in einer Pfanne schmelzen und die Zwiebeln darin andünsten, sie sollten aber nicht bräunen. Etwas auskühlen lassen und mit dem Hackfleisch, Semmelbrösel, Kimchi, Soja Sauce, den Kräutern, Frühlingszwiebeln und dem Gochujang mischen.

Den Teig halbieren und die erste Hälfte auf einer bemehlten Arbeitsfläche 2mm dick zu einem Rechteck (ca. 40 x 25 cm) ausrollen. Den Teig auf ein sauberes Küchentuch legen und mit der Füllung bestreichen. Dann das Tuch so anheben, dass der Teig dreimal gefaltet wird. Mit den Händen flach drücken. Mit dem Stiel eines Holzkochlöffels die einzelnen Maultaschen aufteilen und dann mit einem Messer trennen. Mit der zweiten Hälfte wiederholen.

Einen großen Topf mit Wasser und einer Prise Salz erhitzen, nicht kochen, und die Maultaschen 10 Minuten darin sieden lassen.

Nun in einer breiten Pfanne die restliche Butter erhitzen und die Maultaschen darin knusprig anbraten. Mit Schnittlauch und Röstzwiebeln bestreuen.

Dazu passt grüner Salat. Und natürlich eine Extra-Portion Kimchi.

Ein Rezept für Kimchi gibt es hier: Kimchi

 

4 Kommentare

  1. Great video

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    • Herzlichen Dank

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  2. 👍Hört sich sehr lecker an.

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    • Vielen Dank, das schmeckt auch wirklich toll.

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