ein Salat der glücklich macht
Was habe ich mir nicht in meinem Leben an diesen super-scharfen Reiben schon die Finger verletzt. Nicht dass ich sonderlich ungeschickt wäre, die Dinger sind einfach heimtückisch. Irgendwann kaufte ich mir dann einen Handschuh, der genau das vermeiden sollte, doch auch mit dieser Lösung war ich nicht glücklich. Die Lösung war ein kleines Küchengerät. Eines, das nicht anderes macht als raspeln. In nicht ganz einer Minute habe ich Möhren geraspelt und einer weiteren das Gerät gesäubert. Große Zufriedenheit, denn ich esse besonders gerne Möhrensalat. Kaum gibt es schöne Bundmöhren auf dem Markt, kann ich nicht wiederstehen. Und nach einer Woche in USA – es war kulinarisch toll, mit Sterne- Küche, peruanischem Essen, mexikanischem Essen und kambodschanischen Köstlichkeiten – war mir einfach nach einem Salat. Gut, nicht einfach nur Möhrensalat, sondern Möhren mit meinen geliebten Alb-Leisa. Diese alte Linsensorte von der Schwäbischen Alb, die es eigentlich gar nicht mehr gäbe, hätte nicht ein neugieriger Landwirt von dort sich auf der Suche nach altem Saatgut gemacht und dieses dann letztendlich im Samenarchiv in St. Petersburg gefunden. Er baute sie wieder an und heute kann man diese Linsen wieder kaufen. Allerdings nicht überall. Ich hatte Glück und habe sie direkt in einem Shop nahe der Autobahn Richtung Stuttgart gefunden. Lokale Schätze. Man kann sie auch bestellen oder manchmal in süddeutschen Supermärkten finden. Ich vermute, weiter hat sie es noch nicht geschafft, die kleine Linse.
Wer natürlich noch andere grüne Linsen im Küchenschrank findet, der trifft ebenfalls eine gute Wahl.
Und weil ich weiß, dass jetzt nicht jeder auf Rosinen steht (warum eigentlich?), kann man stattdessen auch getrocknete Cranberries oder Berberitzen zum Salat geben.
Auf jeden Fall ist es immer wieder schön, nach einer Reise in der eigenen Küche zu sein.
Karotten-Linsen Salat mit Rauchmandeln und Koriander
Für Zwei
130 g grüne Linsen (gerne auch Alb Leisa, eine alte Sorte von der Schwäbischen Alb)
½ TL Meersalz
3 große Zehen frischer Knoblauch, in sehr feine Scheiben gehobelt
5 EL Olivenöl
3 EL goldene Rosinen oder getrocknete Cranberries
1 knapper TL gemahlener Koriander
einige Umdrehungen aus der Pfeffermühle
½ TL Aleppo Chili Flocken
¼ TL gemahlener Zimt
4 EL Apfelessig
1 EL Dijon Senf
1 TL flüssiger Honig oder Agavensirup
350 g Karotten, geraspelt
30 g frischen Koriander (alternativ Petersilie)
3 EL Rauchmandeln, grob gehackt
Die Linsen in gesalzenem Wasser 20 – 25 Minuten bei mittlerer Temperatur bissfest garen. Abseihen und etwas abkühlen lassen.
In eine kleine Pfanne das Olivenöl geben und die Knoblauchscheiben darin goldbraun rösten. Die Temperatur verringern und die Rosinen dazugeben. 30 Sekunden ziehen lassen. Von der Hitze nehmen und Koriander, Chiliflocken, Zimt, Honig, Senf und Apfelessig hinzufügen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Karotten schälen und raspeln. Mit den Linsen und dem Dressing vermengen. Den frischen Koriander grob hacken und untermengen.
Einige Minuten ziehen lassen und eventuell noch mit etwas Salz und Essig abschmecken.
Mit den gehackten Rauchmandeln bestreuen.
Der Salat kann super vorbereitet werden und hält sich locker 3 Tage im Kühlschrank. Die Mandeln dann aber separat halten, damit sie knusprig bleiben.








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