17. Februar 2015

Vanilla "Boost" mit Goldrüben und Pak Choi

Rezepte, Vegetarisch, Crossover & Fusion, Länderküche, nach Saison, Winter | 2 Kommentare

Ein englischer Spitzenkoch hat einmal sehr kühn weiße Schokolade mit Blauschimmelkäse kombiniert und war damit sehr erfolgreich. Heston Blumenthal, so heißt er, ist einer der ganzen Großen wenn es darum geht, ungewöhnliche Kombinationen zu kreieren. So etwas ermuntert mich, mich selbst ein Stück weiter vorzuwagen, kühner zu kombinieren, als man sich im erstem Moment vorzustellen vermag. Zugegeben, gegenüber Schokolade und Blauschimmelkäse ist Vanille mit Golddrüben, Pak Choi und einem Hauch Chili echt noch harmlos. Ich habe schon Vanille und Kaffeepulver mit Tomaten ausprobiert und war begeistert.  Jetzt also die Rüben, was im Grunde genommen einleuchtend ist, denn alles was im Winter aus der Erde kommt, hat ausreichend Stärke, die in Zucker umgewandelt wurde.

Vanille verstärkt gewissermaßen das, was ohnehin schon vorhanden ist.

Frischen Paneer  (oder Panir) bekommt man entweder in einem indischen Supermarkt oder man macht ihn selbst. Hierfür wird frische Milch aufgekocht, mit etwas Zitronensaft oder Essig versehen, nochmals aufgekocht und zum Gerinnen gebracht. Ein Sieb mit einem Käsetuch auslegen und die geronnene Milch hineingießen. Die Molke tropft ab und die festen Bestandteile bleiben im Sieb. Zum Schluss wird der gewonnene Frischkäse nochmal gepresst.

Dieser Frischkäse ist jedoch keine wirkliche Aromenbombe, und lebt erst auf, wenn er mit Gewürzen und Salz in Berührung kommt. Was mir also bei diesem Gericht solchen Spaß macht ist, dass sich bei jeden Bissen  eine neue Tür des Geschmacks öffnet. Die Kräutersaitlinge mit ihrem sanften, würzigen Aroma, der Panir zusammen mit der Chili und Basilikumcreme und die im Ofen gerösteten Gemüse mit diesem subtilen Hauch von Vanille.

Wer also öfters mal Vanillemark für Kuchen oder Desserts benötigt, dem kann ich empfehlen, die ausgekratzten Schoten in eine Flasche mit Olivenöl zu geben und einfach einige Zeit darin ziehen zu lassen.  Das Ganze funktioniert auch prima mit Mandel- oder Macadamiaöl. Allerdings sollte man diese Öle nur zum Verfeinern und nicht zum Erhitzen verwenden.

Für Zwei
4 Köpfe Baby Pak Choi
2 kleine Goldrüben (oder gelbe Bete)
4 Kräutersaitlinge
2 EL Olivenöl
1 TL Butter
4 -5 Umdrehungen aus der Vanillemühle (alternativ 1 Vanilleschote, ausgekratzt)
1 rote mittelscharfe Chili
100 g indischer Paneer (oder gepresster Ricotta Käse oder Tofu)
1 Bund Basilikum
100 g griechischer Joghurt
1 Prise gemahlener Piment
1 gestrichener TL Rohrzucker
frisch gemahlener Pfeffer
Meersalz

Den Ofen auf 170° vorheizen.
Die Baby Pak Choi waschen, trocknen und den Strunk knapp abschneiden. Die einzelnen Blätter in eine Schüssel geben. Die Goldrübe schälen, in etwa 2mm breite Scheiben schneiden und zu den Pak Choi Blättern in die Schüssel geben. Das Olivenöl mit einer Prise Salz und der Vanille aus der Mühle mischen und zum Gemüse geben. Mit den Händen gut mischen, so dass sich das Öl gut verteilt.
Auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ausbreiten, so dass sich die einzelnen Gemüse möglichst wenig überlappen. Für ca. 15 Minuten in den Ofen geben (die Blattspitzen dürfen ruhig etwas bräunen).
Die Kräutersaitlinge mit einem Küchenkrepp abreiben und in dicke Scheiben schneiden. Den gemahlenen Piment mit dem Rohrzucker und einer Prise Salz mischen. Die Butter in einer Pfanne aufschäumen lassen, die Pilze hineingeben und die Temperatur zurückschalten. Bei mittlerer Hitze die Pilze bräunen. Mit etwas Pfeffer bestreuen und warm stellen. In der gleichen Pfanne nun den gewürfelten Paneer anbraten (evtl. noch etwas Öl hinzufügen).
Den griechischen Joghurt mit dem fein gehackten Basilikum vermengen und salzen.
Das Gemüse mit den Pilzen auf Tellern anrichten mit den Paneer Würfeln bestreuen und mit den Basilikumcreme und einigen Streifen fein geschnittener Chili garnieren.

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2 Kommentare

  1. Das klingt wahnsinnig lecker! Ich hab zwar gerade Mittag gegessen, aber davon würde ich jetzt auch noch einen Teller nehmen 😉
    LG
    Ela

    Antworten
    • Liebe Ela, jetzt weißt du ja, wie es mir geht, wenn ich in deinem Blog stöbere 🙂

      Antworten

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