Wenn schon keine südliche Sonne und thailändische Fish Cakes, dann ebensolche mit Kirschen, Wasabi und Kartoffeln!

Wer würde bei diesem Wetter nicht lieber an einem Strand in Thailand liegen, sich ab und zu eine Massage gönnen und abends zum kühlen Singha Bier ein paar Fish Cakes bestellen? Was die Wärme angeht, so geht meine Sehnsucht grad gegen unendlich. Das war vielleicht auch der Grund, weswegen ich auf die Idee kam, Fish Cakes zu machen. Auf der Suche nach einer entsprechenden Inspiration durch die unvorstellbaren Weiten meines Rezeptheft-Universums wurde ich fündig.  Vermutlich gibt es kein Land, keine Küche dieser Erde, welche Fisch nicht in irgendeiner Form von Bällchen verarbeitet.  Die Idee mit der Kartoffel und den Kräutern hat mir gefallen.

Und weil ich die Woche vorrangig in kulinarischer Diaspora verbracht habe, mit klebrigen Bagels und der unsäglichen Eintönigkeit diverser Delis in Manhattan, nur unterbrochen von einem sensationellen Rosa Sushi und köstlichen selbstgemachten Gnocchi mit Blumenkohl, wollte ich etwas lustig Buntes auf meinem Teller.

Wer denken mag, es sei ja ganz einfach, sich an inspirierter, gehobener Küche in New York zu erfreuen, der mag zwar irgendwo recht haben, die Wahrheit sieht dennoch, wie so oft, anders aus. Ich wagte den irrwitzigen Versuch im „Eleven Madison Park“ einen Tisch zu reservieren, nur um zu erfahren, dass man die nächsten sechs Wochen ausgebucht sei. Leute, der Schuppen ist unsäglich teuer! Das kann sich kaum ein Normalsterblicher leisten.

Es ist also eine Sache zu wissen, wo es gut ist, eine andere dort auch Platz zu bekommen. Heerscharen haben sich bereits lange vor mir einer Reservierung bemächtigt.

Und so kaute ich dann auch beim Rückflug völlig lustlos auf den weichen Nudeln im Flugzeug rum und wünschte mich ganz weit weg. Womit wir also wieder bei den Fish Cakes wären.

Für Vier als Vorspeise

1 große mehlige Kartoffel, geschält und in große Würfel geschnitten

1 mittlere rote Zwiebel

3 Zehen Knoblauch

1 Walnussgroßes Stück Ingwer, fein gehackt

½ Bund gezupfte Petersilienblätter

1 Bund Rucola

250 g Lachsfilet ohne Haut

1 Bio Zitrone

1 Handvoll Croutons, gemahlen (zum Selbermachen siehe Tipp)

1 Möhre, in feine Streifen geschnitten

2 EL getrocknete Kirschen

½ TL Wasabi Pulver

Öl zum Ausbacken der fish cakes

Salz, Pfeffer

Evtl. ein paar Wasabi Sprossen und gegrillte Baby-Zucchini

 

Die Kartoffelstücke in Salzwasser etwa 12 min weich garen. Abgießen und mit der Gabel fein zerdrücken. Auskühlen lassen.

Die Zwiebel und den Knoblauch fein hacken und in 1 EL Öl andünsten.

Die Petersilie und den halben Bund Rucola fein hacken und mit den Zwiebel, dem Wasabi  und dem Ingwer mischen. Mit den Kartoffeln vermengen. Salzen und pfeffern.

Die Zitrone heiß abspülen und die Hälfte der Schale abreiben. Die Zitrone auspressen. 1 EL des Safts und die Schale zu den Kartoffeln mischen.

Den Lachs in feine Würfel schneiden und ebenfalls unter die Kartoffeln mischen.

Mit den Händen Bällchen formen und in den gemahlen Croutons wälzen. Leicht flach drücken.

In einer beschichteten Pfanne das Öl erhitzen und die Fish Cakes von jeder Seite etwa 1 min braten. Auf ein Küchenkrepp legen damit das überschüssige Öl aufgesaugt wird.

Die Fish Cakes im Ofen warm stellen.

Auf den Tellern den restlichen Rucola anrichten, mit Sprossen, den Möhrenjulienne und den Kirschen dekorieren. (Wer mag, darf hier noch Baby Zucchini mit anrichten)

Den restlichen Zitronensaft mit 1 EL Öl mischen, salzen und pfeffern. Als Dressing auf den Salat geben und die Fish Cakes drauf setzen. Sofort servieren.

 

Tipp – Croutons selber machen

Ein Brötchen vom Vortag in Würfel schneiden und diese in wenig Öl mit etwas Salz und Kräutern in einer beschichteten Pfanne rösten. Abkühlen lassen und im Mixer nicht zu fein mahlen.

 

6 Kommentare

  1. Für diese Fish Cakes würde ich liebend gerne im Trüben sitzen und einfach genießen!!

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  2. mein Gott ich glaube mit Thailand haben wir gerade schon wieder die nächste gemeinsame Leidenschaft entdeckt 🙂
    sieht sensationell aus – auch die Fotos!

    lg *annette

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    • Bin gespannt, was wir da noch entdecken. Es wird mal wieder Zeit, Tauchen zu gehen, oder?
      Liebe Grüße
      Claudia

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  3. Sooooooo lecker 🙂
    Ich kenne aus Frankreich nur Accras, das sind kleine Fischbällchen und die sind auch unfassbar gut.
    Dein Rezept muss ich auch unbedingt ausprobieren!
    LG

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  4. Das hört sich verführerisch an und hilft Dir hoffentlich das Fernweh zu vergessen. Aber Manhatten ist doch genial, ich beneide Dich – obwohl ich noch nie dort war!
    Wenn Du magst, tanke ich ein bisschen vietnamesische Sonne für Dich 😉

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    • Das musst du, liebe Ariane. Und ganz viele Drachenfrüchte für mich essen.

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