4. Juni 2012

Radieschen, was seid ihr so hübsch bunt auf meinem Teller!

Rezepte, Rezeptart, Sommer, nach Saison, Salat und Vorspeisen | 0 Kommentare

Fast wären sie mir entgangen, hätten nicht mehrere Schweizerinnen lautstark ihrer Freude Ausdruck verliehen beim Anblick der prall bunten Radieserl. Als handle es sich um ein Prada Täschchen, diskutierten die Damen heftig, ob man sich einen Bund leisten sollte. Die noble Schweiz als Radieschen-Diaspora? Unwahrscheinlich, obwohl ich sie auch noch nie zuvor auf dem Viktualienmarkt entdeckt habe. Vielleicht haben sie sich ja auch vor mir versteckt. Und sind sie wirklich besser, als die allseits bekannte rote Variante? Das genau galt es zu prüfen und so schnellte meine Hand mitten durch die noch immer unentschlossenen Eidgenossinnen und für 1,80€ wanderte der fröhliche Bund in meinen Korb (Keine Sorge, es blieben genug übrig für die Damen).

Allein die Farben stimulieren und stimmen fröhlich und verleihen so dem guten alten Radieschensalat neuen Glanz. Mit einem Dressing aus Honig, Rotweinessig und Chilipfeffer. Ein paar süße gelbe Cocktailtomaten dazu, gebutterten Pumpernickel. Perfekt. Ganz ehrlich, nicht besser als herkömmliche Radieschen aber viel, viel hübscher! Und das Auge isst ja bekanntlich mit.

Für Zwei
 
1 Bund bunte Radieschen (Radieserl für alle Bayern)
4 EL gutes Sonnenblumenöl (oder 3 EL Olivenöl und 1 EL Walnussöl)
6 kleine gelbe Cocktailtomaten
4 EL guten Rotwein- oder Sherryessig
1 EL Honig
2 TL Zucker
Salz, Piment d’Espelette
Kräuter ganz nach Belieben 

Die Radieschen waschen, putzen und in Scheiben schneiden. Salzen und eine gute halbe Stunde ziehen lassen. In der Zwischenzeit das Öl mit dem Essig, Zucker und Honig mischen und kräftig mit Salz und einer Prise Piment d’Espelette abschmecken. Das entstandene Wasser abgießen und die Radieschen mit dem Dressing etwa 20 min marinieren. Mit den Tomaten und Kräutern garnieren. Am besten passt dazu Pumpernickel mit Butter, da die Säure damit perfekt harmoniert. Und dazu? Na logisch – Bier!

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere