3. Juli 2022

Ofengeröstete Möhren mit Vadouvan-Möhrenkraut-Couscous und einer Prise Flugchaos

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wenn man statt dem Gepäck nur Möhren heimbringt..

Vergangenes Wochenende war ich auf dem Bauernmarkt in Bath. Richtig, das liegt nicht um die Ecke. Es war die letzte Etappe meiner Reise nach Devon, bevor ich von Bristol aus zurückfliegen sollte. Dort hatte ich diese herrlichen kleinen Bio-Möhrchen und einen wunderschönen Blumenkohl gekauft. Dann fuhr ich weiter zum Flughafen nach Bristol. Das mit dem Wegfliegen klappte auch noch mit 2 Stunden Verspätung, doch danach wurde es unschön. Ich sollte meinen Anschlussflug in Frankfurt verpassen. Es folgten einige frustrierende Stunden vor dem Gepäckband. Da war es dann auch klar, dass hier mein Koffer nicht erscheinen würde. Schließlich war der ja bis München durchgecheckt. „Nehmen Sie bloß den nächsten Zug und meiden Sie den Service-Schalter, dort stehen Hunderte“ empfahl mir ein völlig erschöpft wirkender Servicemitarbeiter. Also verbrachte ich die Nacht in einem überfüllten Zug nach München mit einer Tüte Möhren und Blumenkohl auf dem Schoß. Total übermüdet schnappte ich mir ein Taxi und legte gerade noch die kleinen Möhren in den Kühlschrank, dann schlief ich ein.
Ich hatte auf meiner Reise in Devon ein wunderbares Gericht mit Vadouvan-gewürztem Blumenkohl gegessen, das einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen hatte. Doch was genau ist Vadouvan? Es wird vermutet, dass es sich um eine von den Franzosen initiierte Weiterentwicklung einer indischen Gewürzmischung handelt, die aus Zwiebeln, Knoblauch, Senfsamen, Urdbohnen, braunen Linsen, Bockshornkleesaat, Kreuzkümmel, Salz, Fenchelsaat, Kurkuma, Öl und Curryblättern besteht. In ihrer ursprünglichen Form wurden daraus kleine Bällchen geformt, die man in der Sonne trocknen ließ und dann wieder zermahlte. Ein tolles Zeug!
Es war Sonntag und ich hatte Möhren, Blumenkohl (für später) und Couscous. Und ich hatte Vadouvan (während der letzten Buchmesse in der Kleinmarkthalle in Frankfurt gekauft). Ein halber Rotkohl lag auch noch im Kühlschrank. Besser hätte es nicht sein können.
Meinen Koffer habe ich nach 6 Tagen endlich auch wiederbekommen. Er stand zusammen mit etwa 3000 anderen in der Gepäckhalle des Münchner Flughafens. Wäre ich nicht selbst hingefahren, hätte ich ihn sicher auch in zwei Woche noch nicht.

ein paar Eindrücke vom Markt in Bath

 

Ofengeröstete Möhren mit Vadouvan-Möhrenkraut-Couscous

Für Zwei

ein Bund kleine bunte Möhren (Bio) mit Kraut
3 EL Olivenöl
Meersalz

1 EL Butter
300 – 400 ml Gemüsebrühe
1 Knoblauchzehe, gehackt
2 – 3 EL fein geschnittenes Rotkraut
140 g Riesen-Couscous
1,5 EL Vadouvan Gewürzmischung
Meersalz
etwas Olivenöl
2 EL Petersilie
3 EL Möhrenkraut, gehackt
1 EL Abrieb einer unbehandelten Zitrone oder Limette
1 EL Zitronensaft

Den Ofen auf 200°vorheizen.
Die Möhren unter fließendem Wasser abschrubben und ungeschält in eine ofenfeste Form legen. Mit dem Olivenöl begießen und salzen. Etwa 20 Minuten im Ofen garen.

In einem Topf die Butter schmelzen und den Couscous darin anrösten. Mit der Gemüsebrühe aufkochen lassen und zugedeckt etwa 15 Minuten ziehen lassen. Knoblauch und Vadouvan dazugeben und vermischen.
2 EL Olivenöl dazugeben und noch einmal bei niedriger Temperatur einige Minuten ziehen lassen. Möhrenkraut, Petersilie, Rotkohl, Zitronenabrieb und -saft untermengen und mit Meersalz abschmecken.

Mit den gerösteten Möhren servieren.

 

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