9. Februar 2014

Citrus pur! Pomelo-Blutorangensalat mit Orangenblütenwasser,Kardamom und Pistazien

Zutaten, Orangen, Rezepte, Rezeptart, Länderküche, nach Saison, Süsses, Winter, orientalisch | 4 Kommentare

Ich neige dazu, mein Umfeld mit meinen derzeitigen kulinarischen Top-Favoriten  zu penetrieren. Zitrusfrüchte. Mindestens zweimal in der Woche kommen sie auf den Tisch. Seit ich die bescheidene Kunst des Filetierens perfekt beherrsche (was nun wirklich nicht zu den Kunstgriffen in der Küche zählt), eröffnen sich ganz neue Dimensionen. Nix Weißes mehr, keine Trennhäutchen, nur noch die reine Frucht und ihre Aromen. Die Schale wird abgerieben.

Es war diese eine Mandarine in frühen Kindertagen, die so zäh war, dass ich seit diesem Moment immer Gänsehaut bekommen habe, wenn ich nur daran denken musste, eine solche zu essen. Unglücklicherweise weitete sich diese absurde Paranoia auf alle Zitrusfrüchte aus, weswegen sie lange Zeit keine Hauptrolle bei mir bekommen sollten.

Dass sich das ändern sollte, dafür ist maßgelblich dieser Salat verantwortlich. Die Kombination mit dem Orangenblütenwasser ist eine Sensation.

Früher kaufte ich es in Apotheken. Das funktioniert auch heute noch, aber seit ich in einem türkischen Markt hier in München eines aus dem Libanon entdeckt habe, kann kein anderes dagegen mehr bestehen. Es ist so unglaublich orangig, als falle die Nase in ein Meer aus Orangenblüten. Dabei habe ich nicht die geringste Ahnung, wie diese duften, wenn sie am Baum blühen.

Vor kurzem lud ich Gäste zu einem, sagen wir mal, opulenten Menü ein. Es gab mehrere Gänge und obwohl die Portionen eher überschaubar waren, wollte ich beim Dessert nicht noch zusätzlich eine Bombe mit draufgeben. Passiert ja leicht bei einer leichten bayerischen Creme, in die sich besonders viel Sahne verirrt. Oder eine Crème Brulée. Auch nichts wirklich Leichtes. Da kommen dann schnell die Früchte ins Spiel. Im Sommer ist die Auswahl da eindeutig üppiger. So eine Frucht muss auch nicht um die halbe Welt fliegen, um auf meinem Teller zu landen. Ich fliege ihr auch gerne mal entgegen. In Vietnam habe ich schätzungsweise drei Drachenfrüchte zum Frühstück verzehrt. Würde ich diesen Luxus hierzulande zelebrieren, so müsste ich vermutlich nach meiner Arbeit noch einen Nebenjob antreten um mir das leisten zu können.

Da liegt doch nichts näher, als sich der Orange, der Grapefruit und der Pomelo anzunehmen. Und weil die Granatäpfel grad so schön sind, dürfen sie mit auf den Teller.

 

Für Vier

1 Pomelo
2 Pink Grapefruit
3 Blutorangen
2 Mandarinen
1 Granatapfel
1-2 EL Honig
3 EL Orangenblütenwasser
½ TL Zimt
½ TL gemahlener Kardamom (oder Kapseln, im Mörser zerstoßen, die Schale entfernt)
2 EL gehackte Pistazien

 

Alle Früchte über einer Schüssel filetieren, so dass der Saft nicht verloren geht. Die filetierten Früchte mit der Hand auspressen.

Den Saft zusammen mit dem Honig und dem Orangenblütenwasser in einen kleinen Topf geben und um ein Drittel einkochen lassen. Mit dem Kardamom und den Zimt würzen.

Die Filets auf Tellern anrichten und mit der Gewürzsauce begießen.

Die Pistazienkerne in einer Pfanne ohne Fett rösten.

Den Granatapfel entkernen und jeweils einen guten Esslöffel Kerne zusammen mit den Pistazien über die Citrusfilets geben.

 

4 Kommentare

  1. Über Pomelos habe ich schon sehr lange nicht mehr nachgedacht – Deine herrliche Fruchtbombe hier regt mich definitiv dazu an, das zu ändern, liebe Claudia!

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  2. Hört sich ziemlich perfekt an: Orangenblütenwasser/Blutorangen/Pistazien=wie für mich gemacht 🙂
    Als ich das Bild eben bei Facebook gesehen habe, hab ich sofort geschaut, was hier noch an Früchten rumliegt um die Kombi schnellstmöglich nachzubauen!
    Ach und ich würde das übrigens auch als Frühstück oder Vosrpeise oder Beilage essen 😉

    VG Bella

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  3. schon alleine den Titel musste ich dreimal lesen und mir auf der Zunge zergehen lassen… jaaaaa und mmmmmhhhhh

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    • Yes, dieser orientalische Einschlag ist wirklich ungemein verführerisch 😉

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