Peruanisch für den Tierfreitag – Lúcuma-Kokos Creme

Lucuma-Cocos-Creme (1 von 1)

Ihre Entdecker gaben ihr den Namen „Eierfrucht“, in Peru hört sie auf den Namen Lúcuma. Schneidet man sie auf, erinnert die Konsistenz ihres Fruchtfleischs an die eines gekochten Eidotters. Bröselig. Und eigentlich ist sie auch nur mäßig süß. Ich stehe ein wenig ratlos in der Küche. Was mache ich nun mit diesem Ding, das den weiten Weg nach Deutschland gemacht hat? Sie kommt aus einem Tal in den Anden, ist aber auch im westlichen Teil Südamerikas durchaus öfters zu finden. Mittlerweile wird sie auch in Australien und Laos angebaut.

Farblich von einem undefinierten gelblich-grünen Ton, ähnlich der Avocado, mache ich meinen ersten Versuch indem ich sie zusammen mit ein paar Zuckerschoten in Butter anbrate. Das geht schief. Das Fruchtfleisch pappt in Klumpen und bringt geschmacklich gar keinen Vorteil. Da ist sie roh noch am allerbesten.

Nächster Versuch. In den Beständen findet sich eine kleine Dose mit Kokosmilch. Das könnte funktionieren. Alles zusammen wandert in den Mixer. Ich schneide noch eine Limette auf und presse ein wenig des Safts in die Mischung. Ich probiere. Yeah!, das ist es. Zu den subtilen Aromen der Lúcuma gesellen sich die tropischen Noten der Kokosnuss. Das kommt gut. Die Limette steuert noch ein wenig Frische dazu bei.

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Ich bin zufrieden. Der Berg der Mitbringsel wird weniger. Kurz überlege ich noch, ob ich die Cherimoya ebenfalls dazu packen soll. Nein. Ab auf den Balkon und Lúcuma Creme löffeln..

Dabei habe ich natürlich ein besonders gutes Gewissen, denn die Recherchen haben ergeben, dass die Nahrungsergänzungsmittelindustrie diese grünen Wonne-Kugeln ebenfalls schon entdeckt hat. Dort sind sie in der Kategorie „Superfood“ angesiedelt. Ein zweifelhafter Titel, der vermutlich dann vergeben wird, wenn einem nichts Besseres mehr einfällt. Sie kann ja nichts dafür, dass sie reich an Beta-Carotin ist. In Peru mag man sie besonders als Eiscreme, lieber als Vanille oder Schokolade. Hierzulande muss man sich mit dem Pülverchen begnügen. Oder man kann es auch lassen, was meine Empfehlung wäre.

Frisch ist sie allemal besser.

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Für Zwei

2 Lúcuma Früchte

1 kl Dose Kokosmilch

1 Limette

Die Früchte aufschneiden und den großen Kern entfernen. Die Schale abschneiden und das Fruchtfleisch zusammen mit der Kokosmilch in den Mixer geben. Pürieren. Wer die Konsistenz weicher mag, der fügt noch etwas Wasser (besser Kokoswasser) dazu. Mit dem Saft der Limette abschmecken.

Wer sie findet, sollte sie also auf jeden Fall mitnehmen.

Und weil das jetzt voll lecker und tierfrei ist, passt das prima zum Tierfreitag!

 

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7 Responses to Peruanisch für den Tierfreitag – Lúcuma-Kokos Creme

  1. Claudia ~ Food with a View 22. Juli, 2014 at 17:20 #

    Das ist ja spannend, was Du da für ein Früchtchen mitgebracht hast, liebe Claudia. Wonach schmecken Lúcumas denn? Die Creme, die daraus gemacht hast, sieht jedenfalls wunderbar cremig aus.

    • Dinner um Acht 22. Juli, 2014 at 22:42 #

      Sie schmecken ein wenig wie eine Avocado, und doch wieder ganz anders. Etwas Pudriges ist mit drin. Und ein wenig Apfel. Und ein ganz leichtes blumiges Aroma. Irgendwie einzigartig. Ich hätte dir gerne eine mitgebracht. Du hättest sie sicherlich besonders toll fotografiert.
      liebe Grüße
      Claudia

      • Claudia ~ Food with a View 23. Juli, 2014 at 18:53 #

        Das ist ja lieb von Dir :-). Pudrige und blumige Noten, das klingt spannend – danach werde ich mal beim nächsten Familienbesuch in Hessen in der dann stets auf dem Programm stehenden Frankfurter Kleinen Markthalle Ausschau halten – dort gibt es zwei auf südamerikanisches Obst und Gemüse spezialisierte Händler (mal so als Tipp).
        Und ich finde, dass Du die Lúcuma sehr schön fotografiert hast, rau und zart zugleich.

  2. lisa 21. Juli, 2014 at 19:33 #

    ahhh, wo bekommt man die lucuma bloß?
    ich war heute sogar auf dem Viktualienmarkt in münchen und hab selbst beim stand der tropischsten früchte keine gefunden 🙁

    • Dinner um Acht 22. Juli, 2014 at 9:26 #

      Liebe Lisa, ich fürchte das ist echt schwierig hier. Das habe ich natürlich auch recherchiert und musste feststellen, dass man die hier nur in Pulverform bekommt. Das ist natürlich bäh! Die zwei Lúcumas sind in meinem Handgepäck gereist.
      LG
      Claudia

  3. Bonjour Alsace 19. Juli, 2014 at 9:40 #

    Beim ersten Blick auf das Foto dachte ich tatsächlich, es handele sich um eine Avocado-Crème…

    • Dinner um Acht 22. Juli, 2014 at 9:27 #

      Stimmt! Die haben auch ansonsten optisch Ähnlichkeiten, obwohl die Lúcuma ganz anders schmeckt.

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