12. Januar 2020

Die allerbeste vegane Bolognese mit geröstetem Blumenkohl

Rezepte, Rezeptart, Länderküche, italienisch, nach Saison, Winter, Pasta, Vegan | 2 Kommentare

Das Geheimnis an dieser Sauce ist, den Blumenkohl karamellartig zu rösten.

Ich muss nicht unbedingt vegan essen, aber wenn es großartig schmeckt, dann bin ich mehr als glücklich. Bei der Bolognese habe ich lange überlegt, ob das gutgehen könnte mit dem Blumenkohl, denn nichts bereitet weniger Freude, als langweilige Nudeln. Schließlich sind Nudeln echtes Soulfood. Und bei Soulfood denken die meisten (also ich tue das) an Sahne, Käse und fleischige Saucen. Was also braucht es, um eine Bolognese-Liebhaberin zu erfreuen, die allein bei der Vorstellung an eine große Schüssel mit Nudeln und Hackfleischsauce spürt, wie sich die Nackenmuskulatur entspannt und die Vorfreude wächst? Geschmack! Es braucht Würze und Geschmack. Und da kommen die Röstaromen ins Spiel. Und weil das natürlich noch nicht ausreichend ist, brauchen wir Shiitake. In der japanischen Küche werden Shiitake gerade dann gerne eingesetzt, wenn eine Dashibrühe vegetarisch sein soll. Dashi also nur mit Algen und Pilzen und nicht Algen und Bonito-Flocken. Das funktioniert ausgezeichnet. Wenn das in der Japanischen Küche klappt, dann klappt das auch in der Italienischen. Erstaunlicherweise entwickelte die Sauce ein kräftiges Aroma, das mich entfernt an Oliven erinnerte. Das Rösten des Blumenkohls ist zwar ein bisschen zeitintensiv, aber man muss dem Blumenkohl ja auch eine Chance geben, sich aromenmäßig voll zu entwickeln. Und wer anfangs noch dachte, dass so ein Kopf Blumenkohl viel zu viel ist für zwei Personen, der wird am Ende überrascht sein, wie sehr sich Menge doch durch das Rösten reduziert.
Ein bisschen Parmesan habe ich mir dann trotzdem gegönnt und dabei festgestellt, dass es noch viel großartiger gewesen wäre, den Parmesan durch kleine, mit Petersilie, Salz, Olivenöl und Zitronenabrieb geröstete Brotwürfel zu ersetzen. In Italien nennt man diesen „Parmesan für Arme“ Pangratatto.

Vegane Bolognese mit geröstetem Blumenkohl

Für Zwei

ein eher kleiner Kopf Blumenkohl (400 g)
6 -7 Shiitake Pilze, fein gehackt, dabei den Stiel vorher entfernt
2 x 2 EL natives Olivenöl
1 mittelgroße gelbe Zwiebel, fein gewürfelt
3 Knoblauchzehen, fein gehackt
1 Stange Sellerie, fein gehackt
eine Möhre, geschält und fein gehackt
1 EL Tomatenmark
1 Dose stückige Marzano Tomaten (400g)
250 ml trockener Rotwein
1 TL getrockneter Thymian
Meersalz
frischgemahlener Pfeffer
Petersilie
(wer es nicht vegan möchte, kann noch frisch geriebenen Parmesan darüber streuen)

250 g Penne (oder andere Nudeln)

Den Stunk des Blumenkohls herausschneiden, in Röschen teilen und im Blitzhacker in grobe Krümel hacken.
In zwei Pfannen je 2 Esslöffel Olivenöl erhitzen. In die erste Pfanne den Blumenkohl geben, salzen und bei mittlerer Hitze den Blumenkohl rösten, bis er gut gebräunt ist. Das dauert etwa 30 Minuten.
Währenddessen in die zweite Pfanne zuerst Zwiebel und Knoblauch andünsten, dann Möhre, Sellerie und Pilze dazugeben. Etwa 3 Minuten anbraten. Tomatenmark dazugeben und unter Rühren weiterbraten. Mit der Hälfte des Rotwein ablöschen und einkochen lassen. Nach etwa 10 Minuten die stückigen Tomaten und den Thymian dazugeben. Sanft köcheln lassen und mit Salz abschmecken. Den restlichen Rotwein schrittweise dazugeben.
Sobald der Blumenkohl fertig geröstet ist mit der Tomatensauce mischen und nochmal bei Bedarf mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Petersilie hacken.
Nudeln nach Packungsanweisung kochen und abseihen (ein bisschen von der Flüssigkeit aufbewahren).
Mit der aufgefangenen Flüssigkeit die Sauce nach Bedarf etwas strecken.
Die Nudeln in die Sauce geben, vermischen und auf Tellern verteilen.
Mit Petersilie bestreuen.

2 Kommentare

  1. Liebe Claudia,
    Shiitake nehme ich auch gern, um Bums in Brühe oder fade Gemüsepfannen zu bringen. Die Bolo auf Blumenkohlbasis ist von Konsistenz und Geschmack sicherlich klasse. Merk ich mir. Wobei es hier immer gern auch die Hackfleisch-Variante sein darf. 🙂

    Antworten
    • Liebe Peggy,
      beides ist gut und beide Varianten schmeicheln der Seele. Und auf die Shiitake will ich auch nie mehr verzichten.
      liebe Grüße
      Claudia

      Antworten

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