27. September 2026

Smoky Chili Meatballs

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Mexikanische Küche, das sind ganz besonders Chilis in all ihrer Vielfalt. Ich kannte sie alle beim Namen: Ancho, Chipotle, Pasilla und so weiter. Entsprechend aufgeregt war ich, als ich das erste Mal nahe der mexikanischen Grenze einen mexikanischen Supermarkt besuchte. Hier würde ich sie bestimmt alle bekommen. Und zwar in frisch. Und genau darin lag mein Fehler. Ich stand vor dem Regal in der Frischeabteilung und schaute auf Jalapeños, Poblanos und Serrano Chilis. Wo verflucht waren die milden Ancho Chilis? Ich entdeckte sie ein paar Regale weiter in getrockneter Form. So war das aber nicht gedacht. Ich war irritiert. Was ich zu diesem Zeitpunkt nicht wusste war, dass eine Chili sobald sie getrocknet wird, ihren Namen ändert. Aus einer Jalapeño wird eine geräucherte Chipotle Chili. Aus einer Poblano eine milde Ancho Chili, aus einer Bola wird eine Cascabel.
Hätte mir ja auch mal einer früher erzählen können. Dann wäre ich nicht so ratlos in diesem Supermarkt rumgelaufen, auf der Suche nach frischen Ancho Chilis. Die lagen eigentlich direkt vor meiner Nase, ich habe sie nur nicht als solche identifiziert. Jedenfalls schleppte ich einige Tüten getrocknete Chilis mit nach Hause. Und einige Zeit später entdeckte ich in einem Food Magazin endlich eine Übersicht der Chilisorten und ihre Namen für den frischen und getrockneten Zustand.
Damit war das dann endlich auch geklärt.

Hier nochmal eine Übersicht:
Frisch              Getrocknet
Poblano           Ancho
Chilaca            Pasilla
Mirasol           Guajillo
Chile bola       Cascabel
Jalapeño         Chipotle, wenn die reife Chili geräuchert und getrocknet wird

Das Gute an dem Ganzen ist allerdings, dass in vielen mexikanischen Gerichten die getrockneten Chilis verlangt werden. Und die bekommt man praktischerweise auch bei uns. Vielleicht jetzt nicht in jedem Supermarkt, aber auf jeden Fall im gut sortierten Gewürzladen oder man bestellt sie sich beim mexikanischen Spezialversender. Und natürlich darf man auch Käse drüber geben, wenn es etwas opulenter werden darf.

Smoky Chili Meatballs

Für Drei bis Vier (je nach Beilagen und Hunger)

1 ganze getrocknete Ancho Chili
100 ml kochendes Wasser
35 g frisches Weißbrot, in kleine Würfel geschnitten
3 EL Milch
400 g gemischtes Hackfleisch
1 Ei
3 Zehen Knoblauch, gepresst
25 g frischer Koriander (mit den Stielen), fein gehackt
1 1/2 TL gemahlener Koriander
Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
3 EL Olivenöl
1 gelbe Zwiebel, fein gehackt
nochmal 2 Zehen Knoblauch, fein gehackt
1 1/2 EL Tomatenmark
1 knapper EL Zucker
1 EL Balsamico Essig
1 Dose stückige Tomaten
1 Dose schwarze Bohnen
1 EL Rauchpaprika
Saft einer halben Limette

Saure Sahne
dazu Reis oder einfach Baguette

Den Ofen auf 200°C vorheizen.
Ancho Chili mit kochendem Wasser begießen und 10 Minuten stehen lassen. Danach grob hacken, das Einweichwasser aufheben.
Das Brot in einer größeren Schüssel mit der Milch einweichen, bis die Milch aufgesogen ist.
Hackfleisch, Ei, Knoblauch, frischer Koriander, gemahlenen Koriander, ein halber TL Salz und ein paar Umdrehungen aus der Pfeffermühle dazugeben und alles gut verkneten.
Tischtennisballgroße Bällchen daraus formen.
In einer Pfanne das Olivenöl erhitzen und die Bällchen darin von jeder Seite anbraten. Aus der Pfanne nehmen und in eine ofenfeste Form setzen.
Noch einmal ein bisschen Öl in die Pfanne geben und bei mittlerer Hitze die Zwiebel mit dem Knoblauch weichdünsten. Tomatenmark, Zucker und Essig dazugeben. Die Einweichbrühe der Chili zusammen mit den Tomaten und den Bohnen dazugeben. Wenn die Sauce zu dickflüssig sein sollte, noch einmal 50 ml Wasser dazugeben.
Rauchpaprika und Limettensaft einrühren und nochmals abschmecken.
Über die Fleischbällchen gießen und für 15 Minuten in den Ofen geben.

Mit Saurer Sahne servieren.

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