10. Februar 2018

Der schönste Salat der Saison – Ringelbete, Blutorange und Granatapfel

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Es gibt viele Gründe, den Winter zu lieben - Blutorangen sind nur einer davon...

Derzeit schwelge ich in Blutorangen. Oder in Pomelos. Oder Granatäpfeln. Am liebsten alles zusammen. Es mag an dem vielen Weiß draußen liegen, dass ich mir meinen Teller bunt machen will.
Manchmal, dann wenn ich besonders schöne Blutorangen auf dem Markt oder im Bioladen bekommen habe, kann ich es kaum erwarten und kratze ihre Schale schon auf dem Heimweg ein wenig mit dem Fingernagel an und halte sie mir einfach unter die Nase. Der Duft der ätherischen Öle trägt mich sofort ganz weit weg. Denken Sie sich also besser nichts dabei, sollten Sie mich mal an einer Ampel mit einer Orange vor der Nase stehen sehen. Das ist ganz normal und nicht weiter bedenklich.
Mein Händler auf dem Wochenmarkt hat immer eine große Kiste mit allen möglichen Rüben an seinem Stand und im Moment ist nur eine einzige Sorte darin das Objekt meiner Begierde – die Ringelbete. Von außen ist sie allenfalls durch eine hellrote Farbe von den anderen Rüben zu unterscheiden. Vielleicht halten sie viele für eine Rote Bete mit Pigment Störung.
Das ist mein Vorteil, denn hier bekomme ich sie immer. Und jedes Mal ist es eine Freude, die Ringelbete aufzuschneiden. Manchmal sind die Ringel perfekt rund, manchmal verlaufen sie ein wenig ineinander. Die Ringel erstrahlen in kräftigem Pink. Wer sie jedoch kocht, der muss erkennen, dass das mit den hübschen Ringeln nicht von Dauer ist. Das satte Pink verfliegt, was bleibt ist ein, naja – eher langweiliges graues Rosa.
Am besten isst man sie also roh. Jetzt sind so rohe Rüben ja auch nicht jedermanns Sache, also bietet es sich an, die Rübe erst einmal mit etwas Salz und Zucker geschmeidig zu machen. Und zwar genau so geschmeidig, dass sie immer noch Biss hat, aber die rettichhaften Noten dabei ein wenig verliert. So präpariert, ist sie perfekt für ein Carpaccio. Mit Blutorangen natürlich!

Für Zwei

eine Ringelbete (Tonda di Chioggia)
2 unbehandelte Blutorangen (die Sorte Moro ist jetzt farblich am intensivsten)
1 Granatapfel (davon 2 EL Kerne)
¼ TL Salz
½ TL Zucker

4 EL mildes Olivenöl
½ TL mittelscharfer Senf
1 TL Weißweinessig
eine Prise Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

1 Frühlingszwiebel
ein paar Blättchen Koriander

Die Bete schälen und in sehr feine Scheiben hobeln. In eine Schüssel geben und mit Salz und Zucker bestreuen, mit den Händen durchmischen und eine Stunde ziehen lassen, damit sie weich wird.
Eine Orange abreiben und den Abrieb beiseite stellen.
Beide Orangen filetieren, den Saft dabei auffangen. Mit den Händen den Rest der Orange auspressen, die Filets getrennt in eine kleine Schüssel geben.

Die Bete abtupfen und auf Tellern ringförmig ausbreiten. Die Orangenfilets und die Granatapfelkerne darüber geben und mit etwas Orangenabrieb bestreuen.

Zuerst den Blutorangensaft mit dem Senf und einer Prise Salz glattrühren, dann das Öl und den Essig dazugeben (wer es sehr mild mag, lässt den Essig einfach weg). Mit frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken.
Über die Bete geben und mit ein paar Frühlingszwiebelröllchen und Koriander bestreuen.

 

2 Kommentare

  1. Die Küche brennt

    Wow das ist farblich ja wirklich ein Hingucker! In der Art habe ich so einen Salat noch nie gegessen. Muss ich mir mal merken! Schaut wirklich mega aus

    Antworten
    • Dinner um Acht

      Ja, gell? Die Blutorangen reißen es raus.
      Liebe Grüße
      Claudia

      Antworten

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