19. Mai 2018

Food Fotografie – warum ich verrückt nach schöner Tischwäsche bin und drei Variationen Spargelsalat [Werbung*]

mit Miso, Spargel, Rezepte, Vegetarisch, Frühling, Rezeptart, nach Saison, Salat und Vorspeisen | 0 Kommentare

Alles ist schöner mit schöner Tischwäsche. Und deshalb gibt es Spargelsalat auf japanische und mediterrane Art..

Es geht irgendwie nicht ohne, manchmal, ganz selten vielleicht schon, aber dann ist es doch irgendwie schöner, wenn eine hübsche Serviette mit auf dem Bild ist. Und mein Herz schlägt höher bei Leinen. Mit suchendem Blick streife ich durch die Küchenläden, den Radar immer darauf ausgerichtet, was so neben den Tellern dekoriert ist. Und dann schlägt er an, der Radar. Wieder eine hübsche Serviette oder ein schönes Platzset, ohne das ein Weiterleben keinen Sinn mehr macht.
In Bordeaux habe ich sie mit hübsch gerüschtem Rand gefunden, in Tokio ganz schick aus Leinen, dessen Schussfaden schwarz und die Kette naturfarben war. Sie alle wanderten in den Koffer. Nicht dass ich nicht bereits eine Kommode voll mit Servietten, Stoffen und Läufern hätte. Schließlich habe ich ja auch genügend Keramik, die fotografiert werden will. Wer Teller sagt, muss auch Serviette sagen.


Im Kopf sehe ich das alles dann schon passend zu einem bestimmten Gericht. Die Jahreszeit bestimmt die Farben. Mal liegt das hübsche Teil ordentlich gefaltet daneben, mal wird es einfach nur dahin geworfen, schlägt Falten, so als habe man es noch eben dazu verwendet, einen heißen Teller damit zu greifen.
Ganz wichtig dabei – es darf ruhig etwas „used“ aussehen. Damit meine ich jetzt nicht, dass sie benutzt aussehen soll, sondern, dass der Stoff unregelmäßig gefärbt ist. Das macht sich besonders gut auf Fotos. Da ist es eigentlich wie bei Jeans, je älter sie sind, je mehr Patina sie haben, desto cooler wirken sie.
Die Firma Pichler begleitet mich irgendwie schon mein ganzes Leben und dieses Unternehmen ist eines der wenigen, welches den Sprung ins Jetzt geschafft hat. Meine Mutter hat seit Jahrzehnten Tischdecken von Pichler. Ich nicht, ich nutze nur selten Tischdecken, doch als ich vor einigen Monaten zum ersten Mal die neue Kollektion aus organischen Farben und diesem besonderen „shabby-look“ entdeckt habe, war ich sofort hingerissen. Ein mattes Rosa mit Blütenstruktur zu meinen Bone China Schalen? Göttlich. Eine japanische Schale auf grauem Leinen? Unbedingt. Es kam, wie es kommen musste. Ich brauchte mehr. Viel mehr. Wer seine Kreationen richtig in Szene setzen möchte, kommt um schöne Tischwäsche einfach nicht drum herum. Und weil das so viel Spaß macht, mit den ganzen neuen Sets und Servietten zu experimentieren, konnte ich es auch nicht bei einem einzigen Gericht belassen. Wenn Spargelsalat, dann gleich auf drei verschiedene Arten. Die Eisauce habe ich in Japan entdeckt, der würzige grüne Spargel mit den Walnüssen und dem Pecorino schickt mich gedanklich in die sanften Hügel der Toskana und diese zarten dicken, frischen Bohnenkerne mit scharfer Chorizo, die zu palen zwar ein wenig Mühe machen aber der unvergleichliche Geschmack belohnt einem dafür.
Und dann ist da am Ende einfach die Komposition. Aus Essen, Teller und Textilien. Immer wieder anders, der Stimmung nach. Und nur, wenn alles zu einander findet (ein hübsches Glas mit vorzüglichem Inhalt eingeschlossen), dann ist es perfekt.

 

Spargelsalat mit dicken Bohnen und Chorizo Dressing

Jeweils Für Zwei

ein Pfund Spargel
ein Pfund Dicke Fava Bohnen, Kerne gepalt
50 g scharfe Chorizo Wurst
1 TL Butter
Piment d’Espelette

3 EL Olivenöl
1 EL Sherry Medium
1 TL Maple Sirup
2 EL Sherry Essig
Salz

Dekoration: Vogelmiere

Den Spargel waschen, an den Enden trimmen und schälen. In Salzwasser etwa 8 Minuten kochen und auskühlen lassen. Die Chorizo klein würfeln und in der Pfanne ohne zusätzliches Fett (davon hat sie wahrlich genug) knusprig braten. Mit Piment d’Espelette oder Cayenne Pfeffer bestreuen.
Die Bohnenkerne in Butter mit etwas Salz etwa 3 Minuten in Pfanne dünsten.
Das Dressing anrühren und über den ausgekühlten Spargel zusammen mit den Bohnenkernen geben und mit den Chorizo Würfeln bestreuen.

 

Gebratener grüner Spargel mit eingelegten roten Zwiebeln, Walnüssen und Pecorino

400 g grüner Spargel
1 kleine rote Zwiebel
eine Handvoll Walnusskerne, in der Pfanne ohne Fett geröstet
60 Pecorino, gehobelt

2 EL geröstetes Walnussöl
2 EL Olivenöl
2 EL Aceto Bianco
1 TL helle Soja Sauce
Meersalz, frisch gemahlener Pfeffer

Dekoration: einige Rucola Blättchen

Den Spargel waschen und nur im unteren Drittel schälen. Ein Esslöffel Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und die Spargelstangen darin etwa 10 Minuten bei mittlerer Hitze braten. Mit Meersalz bestreuen.
Das Dressing anrühren, die Zwiebel in feine Scheiben schneiden und etwa 30 Minuten darin marinieren. Über den ausgekühlten gebratenen Spargel geben und mit Pecorino und Walnusskernen bestreuen.

 

Weißer Spargel mit japanischer Eicreme, Hijiki und Furikake

ein Pfund weißer Spargel
Salz, Zucker

2 Eigelb
50 ml Rapsöl
1 EL helles Miso
1EL Hijiki Algen
1 EL Furikake (japanische Gewürzmischung)
1 Prise getrocknetes Yuzu Pulver
1 TL schwarzer Sesam

Den Spargel an den Enden trimmen und schälen. Im Dampf garen oder in Salzwasser mit einer Prise Zucker etwa 8 Minuten kochen. Abschütten und auf zwei Teller verteilen.
Die Eigelb in einer hohen, nicht zu großen Schüssel mit einem Schneebesen aufschlagen und nach und nach das Öl dazugeben. Zuletzt das Miso und das Yuzu Pulver unterrühren. Sofort auf die Spargel verteilen, mit den Algen, Furikake und schwarzem Sesam bestreuen. Nach Bedarf noch ein paar Meersalzflocken drüber streuen.

*Hinweis: Dieser Beitrag wurde unterstützt von Pichler Textilien. Herzlichen Dank für diese Kooperation.

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