Schlagwort: Hauptgericht

Durchatmen und Ente essen

  Das letzte Aufbäumen vor Weihnachten, alle Plätzchen sind gebacken, Geschenke (fast) alle besorgt. Zeit also tief einzuatmen. Noch nicht da angekommen? Ich auch nicht. Nicht so wirklich. Zwischen Plätzchen backen, Weihnachtsfeiern und sonstigen Vorbereitungen für den Jahresendspurt, war eine Runde genussvolles Kochen überfällig. Für einen Moment also die Listen, die ich mir geschrieben...

Miso mariniertes Rinderfilet mit Reisnudeln und Shiitake Bolognese

Beim Thema Fleisch grillen schaue ich gerne in Richtung Japan. Die Zauberwörter heißen Tataki und Yakitori. Dort können sie das richtig gut, sind umami mäßig ganz weit vorne. Hier wird oft mit Marinaden veredelt, in denen das Fleisch vor seiner Zubereitung sich entspannen darf.  Und dennoch wird ohne viel Schnickschnack gearbeitet und einfach großer Wert auf gutes Fleisch gelegt. Da muss man...

Das Lamm und die Bienen des Muotathals

Was Honig angeht so wandelte ich in meinem bisherigen Leben weniger auf den Pfaden eines echten Connaisseurs, als vielmehr auf denen der Beliebigkeit. Honig war Honig und bei Bedarf auch durch Reissirup zu ersetzen. Es gab wenig wo Honig eine Rolle spielte, er war unerlässlich für bestimmte Saucen und ganz besonders für den schwarzen Tee, wenn eine liebe Freundin aus Berlin zu Besuch war. Mit...

Sie kann mehr als nur Earl Grey – die Bergamotte

Im Moment habe ich eine echte Zitrusfrucht-Phase. Das äußert sich in der Regel dadurch, dass ich davon nicht genug bekommen kann, mein Fokus auf die Farbe Gelb und Orange gerichtet ist und ich mein Umfeld damit penetriere. Da reicht es auch nicht einfach mal eine Gremolata zu reichen, da dreht sich alles um die zitronige Frucht.  Und so habe ich natürlich erregte Schwitzehändchen bekommen, als...

Rotkohl-Rosenpüree mit Jakobsmuscheln und Babymais

Am Anfang war die Suppe. Ihretwegen wanderte das Rotkraut fein geschnitten in den Topf, wurde mit Brühe, Wein, Orangen und herber Aroniamarmelade gekocht, entfaltete einen wunderbaren Duft, um letztendlich einfach nur ausgepresst zu werden.  Und wäre ich nicht immer so neugierig, wäre mir entgangen, wie großartig dieses ausgepresste Rotkraut schmeckt. Viel zu schade, um den Weg allen Irdischen...

Kokosmehlierter Karpfen mit Orangen-Cashew Curry und Zuckerschoten

Es ist schon etwas her, da habe ich im Winter Freunde im Allgäu besucht. Wir wollten Eisstockschießen gehen. So ganz romantisch, bei glitzerndem Eis und Sonnenschein, die Bäume um uns tief in Zuckerguss getaucht. Vom Eisstockschießen  habe ich erstens keine Ahnung und zweitens war das wohl auch mit dem Besitzer des Teichs nicht abgesprochen, denn kaum segelten die ersten Eisstöcke über Eis, kam...

Mit der Ente ist alles im Lack

Einkaufen in der Stadt während der Adventswochenenden ist nicht lustig. Die Parkhäuser sind kurz nach zehn bereits voll, davor bilden sich lange Schlangen und den Marienplatz, den gilt es sowieso zu meiden. Sobald die Stände geöffnet haben, hängt sich eine Duftwolke billigen Glühweins darüber und es gibt auch kein Durchkommen mehr. Schon gar nicht wenn man nicht schlendern, sondern wirklich...

Pretasting India – Kardamom-Hühnchen mit Trauben, Gewürzauberginen und Pistazien-Kurkuma-Reis

Gewürze schmeicheln uns in unsere Seele, besonders wenn es draußen kälter wird. Wenn es dunkel und nass ist, dann wächst die Sehnsucht nach warmen Gefilden. Und bevor uns die Erkältungsviren attackieren, greifen wir zum geliebten Ingwer und hacken Chilis, was das Zeug hält. Ersteres stärkt unseren Stoffwechsel und Zweiteres enthält natürliches Penicillin. Und beides ist stark vertreten in der...

Ein tröstendes Kochbuch an düstren Tagen

Zu Beginn dieser Woche gab der Deutsche Wetterdienst bekannt, dass die Sonne jetzt auch schon länger nicht mehr geschienen hat. (Ach!) Die Meldung überraschte mich keineswegs. Jeden Morgen, wenn ich aus dem Fenster schaute, war es so trüb wie am Tag zuvor. Demnach erleben wir Deutsche gerade den dunkelsten Winter seit 42 Jahren. Das ist eine scheußliche Erkenntnis und tröstet kaum darüber...

So ein zartes Adventlämmchen…

Dieses Gericht erfordert Willensstärke! Ach, und Disziplin. Warum das so ist? Es sollte einen Tag vorher gekocht werden. Die Wohnung wird erfüllt von einem berauschenden Duft. Aromen von Zimt, Koriander und Kreuzkümmel kitzeln die Geschmacksnerven und genau dann, dann muss man stark bleiben.  Denn erst wenn es am nächsten Tag wieder aufgewärmt wird, entfaltet es seinen überwältigenden Geschmack....

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