Porto im Januar – Tage im Pestana Vintage Hotel, wo alte Mauern auf kontemporären Style treffen

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“Auch der schönste Traum endet mit dem Erwachen.”

Wer nach Porto kommt, will ans Wasser. Am Fluss Douro trifft man sich spätestens zum Sonnenuntergang, um die stille Kraft des Wassers zu spüren. Weiter oben in der Altstadt erwacht das Nachtleben erst später.
Auch ich will ans Wasser, will Ruhe und Lebendigkeit zugleich. Einfach dicht dran sein. An allem. Ich öffne die Fenster meiner Suite und überblicke den Fluss, das gegenüberliegende Gaia, seine Portweinkellereien und die Brücken.

Das Pestana Vintage Porto ist ein ehrwürdiges Gemäuer aus den vergangenen Jahrhunderten, dessen Seele man behalten, das Innerste aber in die Neuzeit geholt hat. Das Design des Hauses ist geprägt von lässigem 50‘er Jahre Chic, kosmopolitischem Flair und zeitloser Eleganz. Großzügige Bäder aus Marmor, eine Dusche in der ich tanzen kann und ein Bett, das man ungern verlässt, weil es so bequem ist. Wäre da nicht die lockende Stadt drum herum mit seinen Cafés.
Das alte Gemäuer hat viel Glas bekommen, Licht und Offenheit.
Ich fühle mich sofort wohl. Die Menschen, die hier arbeiten sind herzlich, sprechen perfektes Englisch und sind hilfsbereit. Wie wichtig das ist, zeigt sich in den ersten Minuten nach meiner Ankunft. Ich komme ohne Gepäck, der Koffer ist in Lissabon hängengeblieben. Sofort bemüht sich eine Mitarbeiterin, nimmt alle Daten auf und meldet sich bei der Airline. Sicher, man könnte sich nun zurücklehnen, könnte sagen, dass man das erwarten könne bei 4 Sternen, doch es ist die Menschlichkeit, die sich hier zu der Professionalität gesellt.

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das beste Fleisch Portos

Das und nicht weniger will man im Restaurant seinen Gästen bieten. Das im Parterre gelegene RIB Beef & Wine Restaurant ist das Reich von Küchenchef Rui Martins, der in den führenden Häusern der Welt gearbeitet hat. Die Einrichtung ist das, was man als hip bezeichnen kann. Türkis trifft auf rohe Steinmauern. Es gibt eine Bar und einen Restaurantbereich, die Küche ist einsehbar und neben dem Eingang lockt eine wohltemperierte Weinkammer. Hier lagern die Schätze.
Ich studiere die Karte, aber ich soll mich überraschen lassen. Ich hatte den ganzen Tag nicht mehr als ein mickriges Sandwich im Flieger und die Vorstellung auf ein prächtiges Steak bereitet mir eine zittrige Vorfreude. Ich werde nicht enttäuscht.
(Dazu und zu Rui Martins und woher er sein Fleisch bekommt, gibt es noch einen eigenen Bericht)

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Milde, kühle Nächte

Die Nebensaison hat einen unschlagbaren Vorteil. Besonders wenn man wie ich direkt über der Flusspromenade residiert und gerne bei offenem Fenster schläft. Man kann diese offen lassen. Das mag sonderlich klingen, aber noch ist das nächtliche Leben am Fluss nicht erwacht. Es ist ruhig. Zur Hochsaison mag dies anders sein. Da mag man vielleicht die Fenster schließen, aber jetzt ist es einfach göttlich. Morgens kann ich durch die große Fensterfront den Ruderern auf dem Fluss folgen. Blicke auf die träge schaukelnden Boote, die vertäut am Ufer liegen. Es ist ein Erwachen zwischen den Zeiten, wo die Sonne bereits am Horizont auftaucht, aber das Leben am Fluss noch schläft. Es ist eine berauschende Ruhe und hier ist sie besonders schön zu genießen.
Einzig die chilligen Beats, mit denen mein Frühstück beschallt wird, vertreiben diese traumwandlerische Stille.
Wo am Abend noch das Steak regierte, bestimmen nun Tee, Soja Milch und eine grandiose Käseauswahl das Angebot. Das ist mein Frühstück. Meins, gell? Für alle anderen gibt es Schinken, Würstchen und Toast und das das bekannte „Continental“ Frühstücksangebot.

Ich habe mich hier wohlgefühlt. Sehr sogar. Und ich danke den wunderbaren Menschen in diesem Haus, die mich umsorgt haben und das nicht, weil sie wussten, dass ich darüber schreiben werde, sondern weil sie es wollten. Weil sie das „Porto-Gen“ haben.

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Pestana Vintage Porto
Praça da Ribeira, nº1, 4050-513 Porto, Portugal
+351 22 340 2300
www.pestana.com/de/hotel/pestana-porto

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One Response to Porto im Januar – Tage im Pestana Vintage Hotel, wo alte Mauern auf kontemporären Style treffen

  1. Ela 3. Februar, 2016 at 13:53 #

    Das sieht wirklich nach einem wunderschönen Hotel aus!
    Liebe Grüße,
    Ela

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