Blumenkohl-Kokossuppe – ihr werdet sie lieben!

Eigentlich ging es an diesem Abend, wo mir die Suppe zum ersten Mal begegnete, um etwas ganz anderes. Um Naturkorken. Weil es aber ziemlich dröge ist, den ganzen Abend nur über Korken zu sprechen, gab es auch etwas zu essen. Und natürlich gab es Wein. Der Wein, ein Silvaner, der natürlich ganz nebenbei mit einem Naturkorken daher kam, wurde zu zweierlei Suppen serviert. Eine cremige Suppe mit Safran und eine Blumenkohl-Kokossuppe. Wirkte er zu der Safransuppe zurückhaltend elegant, breitete er seine Frische und Fruchtigkeit aus, als ich die Suppe mit dem Blumenkohl probierte. Es war eine hinreißende Kombination. Gleich zwei Tage später wollte ich mich an sie herantasten. Das tue ich nicht mit einem Rezept, das funktioniert nicht, denn ich habe den Geschmack ja bereits auf der Zunge. Es galt also, mich an diesen Geschmack heranzukochen. Das Kokos sollte nicht zu dominant sein, ebenso der Blumenkohl. Die Balance dazwischen sollte eine gute Hühnerbrühe sein.
Die Brühe war ein billiger Vorwand mir einen neuen großen Topf zu kaufen, nachdem mein alter aus der Vor-Induktionszeit, zwar immer noch flott war, aber eben nicht mehr zu gebrauchen. Und Töpfe kaufe ich ebenso gern wie Schuhe. Ich habe auch länger an ihnen und sie sind zeitlos, was ich von vielen meiner Schuhe nicht behaupten kann.
Und bekanntlich beginnt ja alles mit einer guten Brühe. Sie köchelt langsam vor sich hin, die Fenster in der Küche beschlagen und irgendwann ist sie einfach fertig. Abseihen und den traurigen Rest von Hühnerkarkassen, zerkochtem Gemüse und Gewürzen entsorgen und Voilà! Sie ist meine Ausgangsbasis. Natürlich mach ich bei so einem Anlass gleich eine größere Portion, die ich dann einfrieren kann.
Ich hege eine geradezu obsessive Neigung zu sämtlichen Kohlarten, eine der wenigen wonnigen Aussichten auf den Winter. Da ist die Palette an Kohlsorten am größten. Jetzt beginnt die Zeit. Auf dem Markt wimmelt es nur so von Spitzkohl, Rotkohl und Wirsing. Blumenkohl gibt es ja glücklicherweise das ganze Jahr über. Im Sommer esse ich ihn am liebsten lauwarm mit einer Speck-Vinaigrette und viel Schnittlauch. Wird es kühler, bereite ich ihn sehr gerne auf indische Art – Aloo gobi –zu. Das mit den Gewürzen steht ihm ganz besonders gut.
An dem Abend, als ich also zum ersten Mal diese Suppe probierte, nickte mir meine Tischnachbarin, ebenfalls eine Bloggerin, zustimmend zu. Auch sie war begeistert von dieser Kombination. „Das muss nachgemacht werden“, flüsterte sie.
So, das habe ich  jetzt also mal gemacht!

Für Zwei
1 Bio-Blumenkohl, mittelgroß
0,5 L Hühnerbrühe
0,5 L Kokosmilch
2 cl weißen Wermut (Noilly Prat)
½ TL geriebenen Ingwer
1 Limette
1,5 EL helle Soja Sauce (Shoyu)
nach Bedarf noch ein paar Meersalzflocken
Shisokresse für die Dekoration

Zuerst die Blätter und den Strunk des Blumenkohls entfernen. Waschen und grob die Röschen teilen. In einem Viertel der Hühnerbrühe bei geschlossenem Deckel in einem Topf weichdünsten. Den Wermut, geriebenen Ingwer, die Kokosmilch und die restliche Hühnerbrühe hinzufügen. Im Mixer oder mit dem Pürierstab pürieren.
Die Limette halbieren, zwei feine Scheiben abschneiden und den Rest auspressen.
Die Suppe mit Soja Sauce und dem Limettensaft schrittweise abschmecken. Nach Belieben noch etwas nachsalzen.
In Schüsseln füllen und mit der Limettenscheibe und der Shisokresse garnieren.
Den Silvaner aus dem Elsass nicht vergessen….

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2 Responses to Blumenkohl-Kokossuppe – ihr werdet sie lieben!

  1. Birgit 29. Oktober, 2017 at 14:13 #

    Gerade habe ich die Suppe ausprobiert und sie hat voll ins Schwarze getroffen!!!!!! So superlecker!!! Danke für das Rezept! Ich werde sie mit Sicherheit öfter machen, da sie auch so einfach und schnell geht! Zwei Termine habe ich schon im Kopf, an denen ich sie servieren werde! ;o)

    • Dinner um Acht 29. Oktober, 2017 at 14:42 #

      Liebe Birgit,
      Das ging ja schnell. Freut mich sehr, dass es geschmeckt hat. Herzlichen Dank für dein Feedback.
      Liebe Grüße
      Claudia

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